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Belarussisches AKW amortisiert sich nach 15 Jahren und lässt Stromkosten um 15-20% senken

Wirtschaft 12.10.2017 | 17:18

OSTROWEZ, 12. Oktober (BelTA) – Das belarussische Atomkraftwerk muss sich nach 15 Jahren amortisieren. Nach Inbetriebnahme der Kernanlage können die Stromkosten um 15 bis 20 Prozent gesenkt werden. Das sagte der stellvertretende Generaldirektor des Belarussischen Atomkraftwerks Jewgeni Tscherwjakow vor Journalisten.

„Wir haben einen Businessplan entwickelt, nach dem die Amortisationszeit des Kernkraftwerks 15 Jahre betragen wird. Davon gehen wir auch aus“, sagte Tscherwjakow. Dabei würden niedrigere Stromkosten geplant – nach Inbetriebnahme des Atomkraftwerks können sie um 15 bis 20 Prozent sinken.

Leiter des Departements für Nuklearenergie im Energieministerium Wassili Poljuchowitsch: „Wenn das erste belarussische Kernkraftwerk ans Netz geht, werden wir Erdgasimporte jährlich um 5 Milliarden Kubikmeter reduzieren. Heute wird der Strom in Belarus zu 95% aus dem russischen Erdgas erzeugt. Die Energieversorgung ist nicht sicher, wenn man nur auf einen Stromlieferanten angewiesen ist. Mit der Entwicklung der Kernenergie kann Belarus seine im Rahmen des Pariser Klimaabkommens eingegangenen Verpflichtungen zur CO2-Reduzierung erfüllen. Im Zuge des Nuklearprojekts wird Belarus hochqualifiziertes Personal für Kernenergie und branchenverwandte Bereiche ausbilden.“

Das Belarussische AKW ist ein Projekt zum Bau des Atomkraftwerkes vom Typ WWER-1200, das 18 km von Ostrowez (Gebiet Grodno) umgesetzt wird. Der erste Energieblock soll 2019 ans Netz gehen. Der zweite Block soll 2020 betriebsbereit sein.

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