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Alexej Binezki

Medwedews Äußerungen zu Gaspreisen widersprechen guten Beziehungen der Unionspartner

Meinungen 10.03.2017 | 09:36
Alexej Binezki Alexej Binezki Russischer Experte, Politikwissenschaftler

MOSKAU, 10. März (BelTA) – Die Erklärung des russischen Premiers Dmitri Medwedew, die er in der jüngsten Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates in Bischkek in Bezug auf Gaspreise gemacht hat, widerspricht Interessen der Unionspartner und läuft nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Belarus und Russland zuwider. Diese Meinung äußerte Dr. Alexej Binezki, Politikwissenschaftler aus Russland, im Gespräch mit Journalisten.

Russland habe heute geostrategisch gesehen nicht so viele wichtige Verbündete, stellte der Experte fest. Im Westen sei das Belarus, im Osten Kasachstan und im Süden Armenien. „Deshalb widerspricht diese Aussage den Interessen des Unionsstaates, sie widerspricht dem Geiste der guten Nachbarschaft“, sagte Alexej Binezki.

Mit Blick auf Gas- und Ölpreise habe Medwedew nach Ansicht des Experten nicht angedeutet, sondern direkt gesagt, Belarus könne den Gas zu europäischen Preisen bekommen. „Aber was heißt eigentlich europäischer Gaspreis? Niemand weiß das, weil der Vertrag zwischen Gazprom und Ruhrgas, der vor vielen Jahren unterzeichnet war, ein absolutes Geheimnis ist. Außerdem hängen die Preise für Erdöl und Gas nicht davon ab, wie viel Öl oder Gas über die Pipelines transportiert werden. Niemand weiß genau, wie viel Erdöl oder Gas im Moment über die Pipelines gepumpt werden. Der Preis hängt von anderen Faktoren, vor allem von politischen, ab.“

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