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Alexander Pawlowski

Sapad 2017 zeichnete sich durch hohes Vorbereitungsniveau der Truppen und Transparenz aus

Meinungen 21.09.2017 | 15:10
Alexander Pawlowski Militärwissenschaftler, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften

MINSK, 21. September (BelTA) – Die gemeinsame strategische Übung russischer und belarussischer Truppen Sapad 2017 legte ein hohes Vorbereitungsniveau der Streitkräfte an den Tag und zeichnete sich durch ein hohes Maß an Transparenz aus. Diese Meinung äußerte unabhängiger Militärexperte aus Russland, Mitglied der RAN, Dr. Alexander Pawlowski, im Interview mit BelTA.

„Diese Übung zeigte nicht nur, wie trainiert und ausgebildet die Truppen waren und wie gut die Aktivitäten der regionalen Gruppierung organisiert waren. Das Manöver war offen und transparent“, sagte der Experte. Er wies darauf hin, dass die Übung Sapad 2017 unter Einhaltung aller internationalen Normen vorbereitet und durchgeführt worden sei. Belarus und Russland hätten den Durchführungstermin, die Zahl der Soldaten und der Technik im Voraus angekündigt. Auch das Ziel der Übung sei kein Geheimnis gewesen. „Geübt wurden gemeinsame Militäraktivitäten, um die Sicherheit des Unionsstaates zu gewährleisten“, so Pawlowski.

Die beiden Staaten lehnten sich an die internationalen Erfahrungen im Bereich der bewaffneten Konflikte an und suchten nach regional spezifischen Lösungsansätzen. Er erinnerte, dass bei den Militärübungen Sapad 2017 ein Krisenszenario durchgespielt wurde, bei dem illegale bewaffnete Formationen, internationale Separatisten und von außen finanzierte Terroristen auf das Territorium des Unionsstaates eindrangen und hier Unruhe anstifteten.

Alle Ziele der Übung, die am 20. September zu Ende ging, sind erreicht worden. Alle Aufgaben wurden erfüllt. Auf dem Territorium Belarus fand das Sapad-Manöver auf folgenden Übungs- und Schießplätzen statt: Lepel, Borissow, Loswido, Ossipowitschi, Rushany, Domanowo, Dretun und Glubokoje. In Russland waren es Übungs- und Schießplätze Lushski, Strugi Krasnyje und Prawdinski in den Regionen Kaliningrad, Lelingrad und Pskow.

Die Zahl der Soldaten, die an dem Manöver teilnahmen, lag bei 12,7 Tsd. Rund 10,2 Tsd. Soldaten wurden nach Belarus verlegt. An den Aktivitäten waren ebenfalls 370 gepanzerte Fahrzeuge, darunter 140 Panzer, 150 Artilleriegeschütze, Granatwerfer und Mehrfachraketenwerfer sowie 40 Kampfjets und Hubschrauber beteiligt.

Belarus hat die Militärübungen für alle Interessenten zugänglich gemacht. Zur Beobachtung wurden Vertreter des militärischen und diplomatischen Korps, Vertreter der internationalen Organisationen wie UNO, OSZE, NATO, OVKS, GUS und IKRK eingeladen. Es kamen Militärattaches und Militärbeobachter aus Litauen, Lettland, Polen, der Ukraine, Estland, Schweden und Norwegen – insgesamt über 80 Beobachter.

Die Militärübung war ein großes Medienereignis. Journalisten durften am 17.-19. September Übungs- und Schießplätze besuchen und vor Ort Reportagen führen. Außerdem waren regelmäßige Pressebriefings für akkreditierte Journalisten geplant. Für die Berichterstattung über die Militärübungen Sapad 2017 haben sich beim Außenministerium rund 270 Journalisten aus Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Kanada, Norwegen, den USA, der Türkei, Finnland, Frankreich, Schweden, Katar, Korea und Japan angemeldet.

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