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Außenminister: Man kann nicht in einer Welt leben, die von Konfrontationsrhetorik geprägt ist

Politik 06.10.2017 | 18:46
Wladimir Makej hält Rede. Foto: Außenministerium
Wladimir Makej hält Rede. Foto: Außenministerium

MINSK, 6. Oktober (BelTA) – Mann kann nicht mehr in einer Welt leben, die von der Konfrontationsrhetorik geprägt ist. Das sagte Außenminister Wladimir Makej in seinem Schlusswort auf der ersten Konferenz der Ehrenkonsule von Belarus in Minsk.

Belarus habe mit umfassenden und rechtzeitigen Friedensinitiativen auf der Weltarena längste eine Visitenkarte vorzuzeigen, sagte Makej. Eine breite Diskussion über den Neustart des Helsinki-Prozesses, der sog. Helsinki 2, habe Alexander Lukaschenko im Verlauf der Jahrestagung der OSZE PV im Juni auf den Weg gebracht.

„Ich habe früher erklärt, warum wir das getan haben. Weil es nicht mehr möglich ist, in einer Welt voll von Konfrontationsrhetorik zu leben. Wenn wir uns auf allerlei Foren begegnen, so entsteht der Eindruck, man will einander einfach nicht zuhören. Wir tun nichts anderes als einander beschuldigen. Wir schlagen keine konstruktiven Lösungen vor, um einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu finden. Gerade das war der Ausgangspunkt für unsere Initiative, eine breite Diskussion über die Lage in der Welt zu beginnen. Wir wollen damit der Konfrontationsrhetorik endlich ein Ende setzen und Missverständnisse zwischen den Staaten beseitigen“, betonte Minister.

Belarus sei bereit, Minsk als eine Diskussionsplattform zu etablieren. Auch Ehrenkonsule könnten Gleichgesinnte für die Helsinki-2-Debatte gewinnen, indem sie politische Eliten in jeweiligen Staaten ansprechen würden. Das sei ein wichtiges Anliegen. Nicht alle hätten eine klare Vorstellung, was zu tun sei. Aber konkrete Schritte in diese Richtung würden in Kürze getan, sagte Wladimir Makej.

Die belarussische Außenpolitik baue auf zwei Grundsätze, nämlich Förderung des Dialogs und Überwindung von Trennlinien. Deshalb sei das Leitmotiv der belarussischen Präsidentschaft in der Zentraleuropäischen Initiative die Förderung von Kompatibilität und Komplementarität unterschiedlicher Integrationsprozesse im Großhaus Europa, die Annäherung wirtschaftlicher Prozesse in Europa und Eurasien, was im Endeffekt den Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit voranbringen könne.

Wladimir Makej hat Ehrenkonsule aufgerufen, noch eine von Belarus initiierte Idee in ihren Ländern zu popularisieren, nämlich die Idee nach einer Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion. „Als Bindeglied zwischen EU und EAWU tritt Belarus für die Bildung nachhaltiger Mechanismen für einen umfassenden Dialog zwischen diesen Strukturen auf. Viel zur Durchsetzung unserer Interessen könnte die Einbindung der EAWU-Prozesse in die Aktivitäten der SOZ, ASEAN und in den Bau der Neuen Seidenstraße beitragen. Auch die Teilnahme an Integrationsbemühungen in Lateinamerika und Afrika könnte viel bewirken“, sagte Minister.

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