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Tomislav Nikolić kann nach Rücktritt belarussisch-serbische Kooperation betreuen

Politik 18.05.2017 | 13:18
Tomislav Nikolić
Tomislav Nikolić

MINSK, 18. Mai (BelTA) – Serbischer Präsident Tomislav Nikolić kann nach seiner Amtsniederlegung die serbisch-belarussische Zusammenarbeit weiter betreuen. Das erklärte er heute beim Treffen mit Präsident Alexander Lukaschenko, berichtet ein BelTA-Korrespondent.

„Mit Aleksandar Vučić, der am 2. April zum neuen Staatschef gewählt wurde, sind wir seit 25 Jahren bekannt. Er hält sich am gleichen politischen Kurs fest, was bedeutet, an unseren Beziehungen wird sich nichts ändern. Wir haben uns mit ihm, dem Präsidenten Russlands und dem Staatschef Chinas vereinbart, dass ich die Kooperation zwischen Russland und China koordiniere“, erklärte Nikolić.

„Unsere Staaten haben ihre Beziehungen auf ein derart hohes Niveau gebracht, dass sie sich nicht mehr verschlechtern können“, sagte er und zeigte sich bereit, eine ähnliche Rolle bei der Ausgestaltung belarussisch-serbischer Beziehungen zu spielen.

Präsident Serbiens dankte Alexander Lukaschenko für den Völkerfreundschaftsorden. Er machte darauf aufmerksam, dass den belarussischen Präsident besondere Beziehungen zu Serbien verbinden. „Sie haben unser Land besucht, als es von NATO-Truppen bombardiert wurde. Ich war ein Oppositionspolitiker, aber ich habe diese politische Geste, die nicht nur Ihre persönliche war, sondern die des ganzen belarussischen Volkes – niemals vergessen. Ich habe ihrer Amtseinführung nach den Präsidentschaftswahlen 2010 beigewohnt, was viele in Serbien nicht verstehen wollten“, so Nikolić.

Nikolić habe als neugewählter Präsident mit seinem offiziellen Belarus-Besuch ganz Europa zeigen wollen, was Serbien von EU-Sanktionen gegen Belarus halte. „Als Catherine Ashton mich einmal fragte, warum ich nach Belarus reise, erwiderte ich ihr „Es wäre auch für Sie besser, wenn Sie öfter nach Belarus reisen würden.“ Damals haben wir unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit gestärkt und vereinbart, diese Kooperation auf eine neue Ebene zu bringen“, sagte er.

Im Zeitraum 2009 bis 2015 hat sich das bilaterale Handelsvolumen um das 4,7-fache auf über $250 Millionen vergrößert. In den Monaten Januar-März 2017 betrug das Handelsvolumen $54,5 Mio. oder 25,6% mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Belarussische Exporte nach Serbien sind um 59,6% gestiegen und machten $28,4 Mio. aus.

Serbisches Kapital ist in Belarus durch einige Joint Ventures vertreten. Belarussische Industrieriesen MTZ und MAZ haben in Serbien eigene Montagebetriebe gegründet. Neue Projekte können im Bereich der industriellen Kooperation angeschoben werden.

Am 2. April 2017 fanden in Serbien Präsidentschaftswahlen statt. Zum neuen Staatschef wurde der amtierende Ministerpräsident Chef der Regierungspartei Aleksandar Vučić gewählt. Er tritt am 31. Mai 2017 offiziell ins Amt.

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