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Visaformalitäten und Partnerschaft: Andrea Wiktorin über Kooperation zwischen Belarus und EU

Politik 15.01.2018 | 10:38
Andrea Wiktorin. Archivfoto
Andrea Wiktorin. Archivfoto

MINSK, 15. Januar (BelTA) – Leiterin der EU-Delegation in Belarus Andrea Wiktorin hat in einem TV-Interview mit Belarus 1 über die Kooperation zwischen Belarus und der Europäischen Union erzählt. Sie hoffe auf eine weitere Entwicklung der Beziehungen, auf den Abschluss des Visaliberalisierungsabkommens und des Abkommens über die Prioritäten der Partnerschaft zwischen Belarus und EU, Sagte sie.

Über visafreie Einreise nach Belarus

Seit einem Jahr haben Touristen und Geschäftsleute aus vielen Staaten, darunter aus der EU, die Gelegenheit, Belarus visumfrei zu besuchen. Da ist ein positiver Schritt, der Belarus „bekannt und zugänglich“ macht. „Es ist viel einfacher geworden, nach Belarus zu reisen, seine Geschichte, Kultur, Landschaften und freundliche Menschen kennenzulernen. Das ist ein erfolgreicher Schritt“, sagte sie.

Über Visaliberalisierung mit EU

Nach Angaben der Diplomatin gebe es in dieser Frage einige technische Details, die gelöst werden müssten. Die Verhandlungen dauern an. Die letzte Runde fand im Dezember in Brüssel statt. „Wir bereiten uns auf die nächste Runde vor, die in Belarus stattfindet. Der Termin steht noch nicht fest, wir warten auf die Einladung. Ich hoffe auf einen positiven Ausgang dieser Gespräche“, erklärte Wiktorin.

Über die Verhandlungen zu Prioritäten der Partnerschaft

In den letzten zwei Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Belarus und der EU wesentlich verbessert. Mit der Koordinationsgruppe Belarus-EU ist ein wichtiges Instrument geschaffen worden, um Fragen von gemeinsamem Interesse diskutieren zu können. Die letzte Sitzung der Koordinationsgruppe fand im Dezember 2017 in Brüssel statt.

„Dank der Koordinationsgruppe Belarus-EU können wir unsere Zusammenarbeit ausbauen. Die EU hat ihr Hilfsangebot für Belarus verdoppelt. Darüber hinaus sind unsere Gespräche über die Prioritäten der Partnerschaft in die Abschlussphase eingetreten. Das Abkommen über die Prioritäten der Partnerschaft wird das erste Dokument zwischen Belarus und EU sein. Das ist ein großer Schritt. Wir können Weichen für die weitere Kooperation stellen.“

„Es ist wichtig, dass wir bei der Verwirklichung der Strategie schrittweise vorgehen. Belarus ist damit einverstanden“. Andrea Wiktorin hoffe, dass belarussische Behörden bestimmte Maßnahmen treffen würden. Dies sei notwendig für weitere Verbesserung der Beziehungen im Bereich der Bürgerrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, fügte Andrea Wiktorin hinzu.

Über internationale Rolle von Belarus

Belarus trage viel zur Entwicklung der regionalen Kooperation bei. Das sei sehr wichtig. Die Europäische Union schätze dies hoch ein. In Europa werde die konstruktive Stellungnahme von Belarus zum Ukraine-Konflikt hoch eingeschätzt. Die Leiterin der EU-Delegation glaube, dass regionale Zusammenarbeit dynamischer geworden sei.

Sie betonte, dass Belarus an der Initiative „Östliche Partnerschaft“ aktiver teilnehme und der in Brüssel stattgefundene Gipfel zum Meilenstein in der Zusammenarbeit geworden sei. Belarus habe eine konstruktive Rolle bei allen Besprechungen im Rahmen des Gipfels gespielt. Die Förderung der Kooperation sei von Bedeutung, weil dadurch die Türen für direkte Zusammenarbeit mit Nachbarn geöffnet würden.

Dies gehe grenzüberschreitende Kooperation mit Ostseestaaten, Polen sowie der Ukraine an, fügte Andrea Wiktorin hinzu. Außerdem eröffne diese Zusammenarbeit zusätzliche Möglichkeiten für die Lösung von Fragen von gegenseitigem Interesse. Das seien Klimawandel, Energieeffizienz sowie Förderung der digitalen Märkte. Belarus verfüge über ein großes Potential, um eine sehr wichtige Rolle zu spielen, ist die Leiterin der EU-Delegation sicher.

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