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Gosatomnadsor will Stresstest-Empfehlungen europäischer Atomexperten prüfen

Gesellschaft 09.08.2018 | 12:54

MINSK, 9. August (BelTA) – Das Departement für Atom- und Strahlensicherheit des belarussischen Katastrophenschutzministeriums (Gosatomnadsor) will Empfehlungen prüfen, die die europäischen Atomexperten im Anschluss an die Stresstests im belarussischen Atomkraftwerk formuliert haben. Das sagte Goskomnadsor-Leiterin Olga Lugowskaja bei der Präsentation von Ergebnissen der Stresstests-Überprüfung durch EU-Experten.

„Wir werden alle Empfehlungen zur Kenntnis nehmen, die uns unsere europäischen Kollegen gegeben haben. Man hat uns vorgeschlagen, an diese Empfehlungen mit Vernunft heranzugehen. Wir werden selbst entscheiden, in welchem Format wir sie weiter nutzen werden und welche davon wir unseren weiteren Aktivitäten zugrunde legen werden“, sagte Lugowskaja.

„Die partnerschaftliche Überprüfung von Stresstests-Ergebnissen hat für uns einen besonderen Wert und eine enorme Bedeutung“, fügte sie hinzu.

Belarus werde die formulierten Empfehlungen bei der Entwicklung des Aktionsplans „AKW-Sicherheit stärken“ berücksichtigen.

Die Stresstests am Belarussischen AKW wurden 2016 gemäß ENSREG durchgeführt. Die Ergebnisse der Stresstests, die Belarus im Dezember 2016 durchgeführt hat wurden von Atomexperten ausgewertet und an die nationale Atomenergiebehörde geleitet. Auf Grundlage dieser Dokumente wurde ein Länderbericht erstellt und der EU-Kommission vorgelegt. Eine bevollmächtige ENSREG-Gruppe hat den belarussischen AKW-Stresstest-Bericht geprüft, die Antworten auf zusätzliche Fragen erhalten und im März dieses Jahres den AKW-Bauort besucht.

Der Rat für partnerschaftliche Überprüfung hat im Anschluss an den AKW-Besuch einen Berichtentwurf mit Schlussfolgerungen vorgelegt, zu denen vorhin auch die EU-Experten gekommen waren, die das Atomkraftwerk auf seine Standfestigkeit gegenüber extremen Naturfaktoren überprüft haben.

Das Belarussische AKW ist ein Projekt zum Bau des Atomkraftwerkes vom Typ WWER-1200, das 18 km von Ostrowez (Gebiet Grodno) umgesetzt wird. Der erste Energieblock soll 2019 ans Netz gehen. Der zweite Block soll 2020 betriebsbereit sein

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