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Konrad Pawlik: Polen will AKW-Bau in Belarus nicht politisieren

Gesellschaft 10.08.2017 | 12:14

MINSK, 10. August (BelTA) – Die polnische Seite will den Bau des Belarussischen Atomkraftwerkes nicht politisieren. Das erklärte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter Polens in der Republik Belarus, Konrad Pawlik, im Anschluss an die Verhandlungen im Außenministerium von Belarus, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

Das Außenministerium von Belarus reagierte auf die Erklärung des polnischen Außenministers, Witold Waszczykowski, über das Belarussische AKW. Zum Gespräch wurde der Botschafter Polens in Belarus ins Außenministerium eingeladen.

„Ich wurde zum Treffen mit dem Leiter der Hauptverwaltung für vielseitige Diplomatie des belarussischen Außenministeriums eingeladen. Die beiden Seiten legten ihre Positionen über den Bau des Belarussischen AKW vor. Ich unterstrich, dass die Sicherheit des Projektes und seine Übereinstimmung mit Sicherheitsstandards, darunter mit internationalen Standards, für die polnische Seite sehr wichtig sind“, erklärte Konrad Pawlik.

„Polen will den AKW-Bau in Belarus nicht politisieren“, sagte der Botschafter. Er bemerkte, das Gespräch mit Vertretern des belarussischen Außenministeriums sei in einer guten und konstruktiven Atmosphäre verlaufen.

Wie berichtet erklärte früher der polnische Außenministers, Witold Waszczykowski, darüber, dass Polen die Energie des Belarussischen Atomkraftwerkes in der Zukunft nicht kaufen wird. Das Außenministerium von Belarus veröffentlichte den offiziellen Kommentar. Es bemerkte, dass die polnische Seite Ansprüche oder Bedenken gegen die Sicherheit des Projektes weder auf bilateraler Ebene noch im Rahmen der bestehenden internationalen Formate äußerte. Polen nahm an der zwischenstaatlichen Erörterung der Ergebnisse der durch Belarus durchgeführten Einschätzung des Einflusses auf die Umwelt 2009-2013 teil und plädierte nicht gegen das Projekt. Während der Besprechung des nationalen Berichtes von Belarus über die Erfüllung des Übereinkommens über nukleare Sicherheit (vom 27. März bis zum 7. April 2017) stellten polnische Kollegen nur drei praktische Fragen, die die belarussische Seite umfassend beantwortete.

Die belarussische Diplomaten waren erstaunt, dass Witold Waszczykowski erklärte, dass Polen den Strom des Belarussischen AKW mit „unsicheren Technologien“ nicht kaufen wird, weil das Land die Möglichkeit zur Entwicklung der Atomenergie betrachtet.

Die beim AKW-Bau einsetzenden Technologien werden bei der Umsetzung ähnlicher Projekte in den EU-Ländern (Ungarn, die Slowakei, Finnland, Tschechien) erfolgreich genutzt. Belarus ist offen für die Zusammenarbeit und Kontakte im Bereich Atomsicherheit, darunter im Kontext des AKW-Baus, mit allen Interessierten und vor allem mit Nachbarstaaten wie Polen.

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