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Korol: Belarus wünscht von litauischen Atomexperten mehr Engagement beim AKW-Bau in Ostrowez

Gesellschaft 14.12.2017 | 15:09

MINSK, 14. Dezember (BelTA) – Im Interview mit der litauischen Zeitung „Kurjer Litewski“ hat der belarussische Botschafter in Litauen, Alexander Korol, gesagt, Belarus wünsche von Atomexperten dieses Landes, dass sie sich in den Bau des belarussischen Kernkraftwerks in Ostrowez maximal einbezogen fühlten.

„Wir möchten, dass litauische Experten in den Bau des ersten belarussischen Kernkraftwerks maximal involviert sind. Wir glauben im Ernst, dass gemeinsam wir es schaffen werden, eine sicherere und zuverlässigere Anlage zu bauen. Aber – wie Sie wissen – selbst eine minimale Zusammenarbeit unserer Wissenschaftler ruft in Litauen ein Sturm im Wasserglas hervor. Die litauische Führung bevorzugt politische Debatten wissenschaftlichen und sachlichen Diskussionen. Die realitätsfernen Vorstellungen davon, was sich in der Tat im belarussischen Atomkraftwerk abspielt, rühren eigentlich daher“, sagte Korol.

Belarus räumt jedem souveränen Staat das Recht ein, seine eigene Atompolitik selbstständig zu bestimmen. Belarus selbst hält sich am Prinzip fest, die Atomsicherheit als oberstes Prinzip zu betrachten. „Das ist ganz natürlich, wenn man bedenkt, dass Belarus nach Tschernobyl katastrophale Folgen erleiden musste“, so Diplomat.

Für Belarus stelle die Atomsicherheit eine rein praktische und keine politische Kategorie dar. „Wir stehen im engsten Kontakt mit IAEA, einer weltweit repräsentativsten Institution im Bereich der Kernenergie. Die Atomenergiebehörde hat eine Reihe von Bewertungsmissionen und Sicherheitstests im belarussischen AKW durchgeführt. Als Fazit hat die IAEA Belarus zu den „fortgeschrittenen Atomeinsteigern“ zugerechnet“, sagte Korol.

Ergebnisse der jüngsten Stresstests und Resultate aller IAEA-Missionen sind der breiten Öffentlichkeit und der Expertengemeinschaft weltweit frei zugänglich. „Wenn das kein Beweis unserer Transparenz ist, so kann ich kaum vorstellen, was unsere litauischen Kollegen unter dem Begriff „offen“ verstehen“, sagte der belarussische Diplomat.

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