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Auslandsinvestor ist am Erwerb des Zementwerks in Krasnoselski interessiert

Wirtschaft 16.12.2019 | 12:42

MINSK, 16. Dezember (BelTA) – Ein internationaler Investor hat sich am Erwerb (Privatisierung) des Zementwerks in der Siedlung Krasnoselski interessiert gezeigt. Das erzählte vom Leiter der Repräsentanz der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Belarus, Alexander Piwowarski, im Interview mit dem Staatssender STV.

„Wenn wir die vielen Erfahrungen mit der Privatisierung in anderen Staaten einmal genau betrachten, werden wir feststellen, dass die Privatisierung kein Allheilmittel für alle Probleme ist“, sagte der Bankvertreter. In Belarus gebe es jedoch mehrere Beispiele, bei denen es möglich sei, einen solchen Schritt ohne Verluste zu unternehmen. „Und wir glauben, dass mit der Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung die Privatisierung in Belarus ohne besondere Risiken erfolgen wird, ganz im Gegenteil, sie kann nur Vorteile haben“, sagte Alexander Piwowarski.

„Vielleicht wird der Markt auch Interesse an der Brauerei „Kryniza“ zeigen“, führte Piwowarski ein Beispiel an. Dabei fügte er hinzu, dass ein internationales Brauereiunternehmen darüber nachdenke, in den regionalen Markt einzutreten. Ihrerseits könnten die bereits in Belarus tätigen Unternehmen ihr Produktionsvolumen erhöhen wollen.

„Wir führen einen aktiven Dialog über das Zementwerk Krasnoselski. In der Tat hat ein internationaler Investor sein Interesse daran gezeigt. Mehr noch: er ist bereit, keine Mitarbeiter zu entlassen und die Produktionsleistung zu steigern. Er will Investitionen Schritt um Schritt tätigen, so dass die Regierung in Belarus an diesem Geschäft nichts auszusetzen hätte“, sagte Alexander Piwowarski.

Wie bereits berichtet, sagte der belarussische Außenminister Wladimir Makej im Herbst 2017 in einem Interview mit der Financial Times, dass die EBWE aktiv mit Belarus auf dem Gebiet der Privatisierung von Industrieunternehmen zusammenarbeitet. Dabei nannte er das Zementwerk Krasnoselski als Beispiel. Später, im April 2018, wurde in Minsk eine Absichtserklärung zwischen der Regierung von Belarus und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung über die Vorbereitung der Privatisierung der Brauerei „Kryniza“ unterzeichnet. Damals äußerte Alexander Piwowarski die Hoffnung, dass die EBWE gemeinsam mit der Regierung die nächsten Schritte zur Unterstützung der Privatisierung des Zementwerks Krasnoselski unternehmen würde.

Die EBWE ist eine multilaterale Bank, die die Entwicklung des Privatsektors und von Unternehmensinitiativen fördert. Die Aktionäre der Bank sind 69 Länder sowie die Europäische Union und die Europäische Investitionsbank. Die EBWE ist der größte institutionelle Investor in der belarussischen Wirtschaft. Seit Beginn ihrer Tätigkeit in Belarus im Jahr 1992 hat die EBWE fast 2,7 Milliarden Euro in 119 Projekte in verschiedenen Wirtschaftssektoren investiert.

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