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Belarus und Italien wollen Warenverkehr bedeutend ausbauen

Wirtschaft 08.10.2019 | 16:22
Botschafter Italiens in Belarus Mario Giorgio Stefano Baldi
Botschafter Italiens in Belarus Mario Giorgio Stefano Baldi

MINSK, 8. Oktober (BelTA) – Belarus und Italien planen Ausbau des gegenseitigen Warenverkehrs und wollen gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie und Ressourceneinsparung umsetzen. Das sagte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Italiens in Belarus Mario Giorgio Stefano Baldi während des italienisch-belarussischen Forums für grüne Wirtschaft.

„Im Jahr 2008 machte der Warenumsatz zwischen Belarus und Italien 700 Millionen Euro aus. Im laufenden Jahr streben wir einen Wert von 800 Millionen Euro und mehr an. Für 2020 peilen wir die Marke von 1 Milliarde an. Am Forum nehmen 35 italienische und über 150 belarussische Unternehmen teil – das ist eine wichtige Etappe der Zusammenarbeit. Hoffentlich werden die beteiligten Organisationen vorteilhafte Verträge schließen“, sagte Baldi.

Belarus und Italien seien rohstoffarme Länder und müssten daher auf alternative Energien setzen. Statt Gas und Öl müssten sie verstärkt Sonnen- und Windenergie sowie die Energiegewinnung aus dem Müll fördern. Italien sei bereit, seine Erfahrungen und Technologien in diesen Bereichen mit Belarus zu teilen.

Der Vorsitzende der belarussischen Industrie- und Handelskammer Wladimir Ulachowitsch sagte darauf, die beiden Staaten hätten den Handel und wirtschaftliche Beziehungen auf das frühere Niveau zu bringen und Lieferungen auszugleichen. „Wir müssen nach Nischen suchen, um unsere Produktion auf dem EU-Markt durchzusetzen. Wir haben alle Chancen, den Warenverkehr wieder auf 2 Milliarden USD zu steigern“, betonte er.

Der Standort Belarus könnte für italienische Investoren mit Blick auf seine Infrastruktur, hochgebildete Fachkräfte, stabile Geschäftsbedingungen und Zugang zum riesengroßen EAWU-Markt attraktiv sein, fügte Ulachowitsch hinzu.

Der stellvertretende Premier von Belarus Igor Petrischenko bestätigte, dass die beiden Länder an einer stärkeren Zusammenarbeit interessiert seien. Der Warenverkehr 2018 sei gegenüber 2017 um 15% gewachsen. Dieses Tempo sei aufrechtzuerhalten. In den letzten zwei Jahren seien in Belarus über 60 Unternehmen mit italienischem Kapital gegründet worden. Italien führt belarussische Metallwaren, Kalidünger, synthetische Fasern, Möbeln, gegerbtes Leder, Holz, Leinen ein. Belarus importiert aus Italien hochtechnologische Erzeugnisse.

„Die Regierungen der beiden Staaten sind bestrebt, die unternehmerische Initiative zu fördern. Dafür werden Mechanismen entwickelt, Kooperationskanäle ausgebaut. Die zwischenstaatliche Kommission für Handel und wirtschaftliche Kooperation geht schnell und operativ auf aktuelle Fragen ein. Belarus ist bereit, eine umfassende und facettenreiche Zusammenarbeit mit Italien auf breiter Ebene voranzutreiben“, sagte Petrischenko.

Das italienisch-belarussische Forum für grüne Wirtschaft findet unter der Schirmherrschaft der italienischen Botschaft in Minsk, der Agentur zur Unterstützung italienischer Untermnehmen im Ausland, der Belarussischen Industrie- und Handelskammer und der Assoziation Confindustria Belarus statt. Im Mittelpunkt des Forums stehen Kooperation zwischen Belarus und Italien in den Bereichen wie Grüne Wirtschaft, Anwerbung italienischer Investitionen und Transfer italienischer Technologien, Austausch von industriellen Errungenschaften und Nutzung erneuerbarer Energien. Weitere Schwerpunkte des Forums sind smart cities, energieeffiziente Technologien im Wohnungsbau, industriellen Bauen und Landwirtschaft.

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