MINSK, 20. April (BelTA) – Belarus und Usbekistan erarbeiten einen Fahrplan für die Zusammenarbeit bis 2030. Dies teilte der stellvertretende Ministerpräsident von Belarus, Wiktor Karankewitsch, auf der Hauptplenarsitzung der internationalen Industriemesse „INNOPROM. Zentralasien“ in Taschkent (Usbekistan) mit.
„Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Belarus und Usbekistan sind die dynamische Entwicklung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowie die jährlich positive Entwicklung des Warenumschlags hervorzuheben. Grundlage für dieses Wachstum bildeten die Vereinbarungen auf Ebene der Staatschefs, die während des offiziellen Besuchs des belarussischen Präsidenten in Usbekistan im Februar 2024 getroffen wurden, sowie die effektive Umsetzung der Maßnahmen der Roadmap, die für die Jahre 2024–2025 verabschiedet wurde. Es wurde die Montage mit schrittweiser Lokalisierung von BELARUS-Traktoren sowie die Produktion von Anbaugeräten und Anhängern für die Landwirtschaft organisiert, die an die klimatischen Bedingungen der Region angepasst sind. In der Leichtindustrie funktioniert ein Joint Venture zur Schuhherstellung erfolgreich, und es wurde eine Zusammenarbeit bei der Bekleidungsherstellung aufgebaut, die belarussische Designlösungen mit der usbekischen Rohstoffbasis verbindet, berichtete der stellvertretende Ministerpräsident. - Einen besonderen Stellenwert nimmt die Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung von Kabel- und Leitungsmaterialien im Technologiepark „Eltech Industrial“ ein.
Im Anschluss an den Besuch des belarussischen Premierministers in Usbekistan wird die Ausarbeitung einer Roadmap für die Zusammenarbeit zwischen Belarus und Usbekistan für den Fünfjahreszeitraum 2026–2030 abgeschlossen. Die Umsetzung dieses Dokuments zielt darauf ab, die aktuellen Kennzahlen der Außenhandelszusammenarbeit bis 2030 zu verdoppeln. Vielversprechend sind die Bündelung von Kompetenzen bei der Herstellung elektrotechnischer Produkte und medizinischer Erzeugnisse, die Vertiefung der Zusammenarbeit in der Leichtindustrie sowie die Einführung gemeinsamer IT-Lösungen, einschließlich der Digitalisierung von Produktions- und Technologieprozessen und der Verwaltung großer Datenmengen.
„Belarus bekräftigt seine Bereitschaft, die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter zu stärken, die Kooperationsbeziehungen auszubauen und neue gemeinsame Projekte im Rahmen des Unionstaates, der EAWU und der GUS-Staaten umzusetzen“, betonte Wiktor Karankewitsch.
