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Belarus will Exporte nach China um das Zehnfache bis 2025 vergrößern

Wirtschaft 24.04.2019 | 17:29
Archivfoto
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BEIJING, 24. April (BelTA) - Belarus will Exporte belarussischer Waren nach China von $0,5 auf 5 Mrd. bis 2025 vergrößern. Das teilte der belarussische Wirtschaftsminister Dmitri Krutoj mit.

„Ambitiöses Ziel besteht darin, Exportlieferungen von Waren nach China auf $1,5 Mrd. bis 2020 zu vergrößern. Das wurde mehrmals bekanntgegeben. Auf China können objektiv bis auf 10-15% unserer Exporte entfallen. Die heutigen $500 Mio. sind natürlich keine Grenze. Das Potenzial ist um das Zehnfache mehr“, erklärte der Minister.

Dmitri Krutoj erzählte, dass der belarussische Wirtschaftsstab den negativen Saldo im Handel mit Waren mit China wesentlich reduzierte. Er beträgt zurzeit etwa $2,6 Mrd. Der Minister erläuterte, dass die Lage auf eine aktive Investitionszusammenarbeit in den letzten fünf Jahren zurückgeführt wird. Aus China werden Telekommunikations-, Computeranlagen sowie Geräte für große Investitionsprojekte importiert, die zusammen mit chinesischen Unternehmen und im Rahmen der gewährten Kredite realisiert werden.

Dmitri Krutoj sieht wesentliches Potenzial für Wachstum der belarussischen Exporte, der die Importe in Prozentpunkten übertrifft. „Der negative Saldo wird allmählich reduziert. Ich zähle nicht die Dienstleistungsbranche mit. Auf dem Gebiet haben wir im Allgemeinen eine positive Bilanz. Das wird auf Tourismus nach Abschaffung von Visen, Zusammenarbeit in Gesundheitswesen, Bildung zurückgeführt. Wir hoffen auf die Erhöhung der Anzahl von chinesischen Studenten. China will im Industriepark „Great Stone“ die Filiale der Universität eröffnen, an der der Staatschef Chinas, Xi Jinping studierte. Das wird ein mächtiges Signal für das chinesische Bildungssystem sein, dass mit Belarus noch aktiver gearbeitet werden muss“, erzählte der Wirtschaftsminister.

Was den Handel mit Waren angeht, so machte er auf notwendige Änderung der Struktur der belarussischen Exporte aufmerksam, deren Hälfte zurzeit mit Kalidüngern und zu 10% mit Polyamiden gebildet wird. „Das sind Waren mit niedrigem Mehrwert. Man muss nach zusätzlichen Reserven suchen. Im Mittelpunkt steht die Landwirtschaft – Exporte von Lebensmitteln“, glaubt Dmitri Krutoj. „Im Rahmen des Besuches wird über Zertifizierung unserer Produzenten der Kindernahrung, Beifutter, Nebenprodukte aus Geflügelfleisch nachgedacht. Das kann sehr große Nischen für unsere Exporteure im AIK-Komplex eröffnen“, erklärte der Minister.

Während belarussische Exporte aus dem AIK-Bereich ungefähr $5,5 Mrd. ihm zufolge ausmachen, so will man die Lieferungen zum chinesischen Markt bis 2023 auf $500 Mio. vergrößern. „Wenn etwa 10% unserer Landwirtschaftsexporte Richtung China gehen, so wird es eine erhebliche Diversifizierung unter schwierigen Bedingungen, unter anderem auf dem Gebiet der Beziehungen zu Russland in Landwirtschaft bedeuten“, betonte Dmitri Krutoj.

Außerdem gibt es wesentliches Potenzial für Anstieg der Lieferungen belarussischer Holzproduktion, die mit einheimischen Rohstoffen arbeitet. China ist großer Importeur der Möbelproduktion. „Das ist das Endprodukt mit maximalem Mehrwert“, sagte der Minister. Dmitri Krutoj betonte, dass man Lieferungen von Baumaterialien vergrößern kann.

„Bei der Investitionszusammenarbeit gibt es bestimmte Erfolge in den letzten Jahren. Die Präsidialaufgabe auf dem Gebiet, die in der direkten Finanzierung besteht, wird zurzeit erfolgreich verwirklicht. Im vorigen Jahr bezifferten sich direkte Investitionen in der Struktur der ausländischen Bruttoinvestitionen auf 55%. Noch vor einigen Jahren waren es nur 18%. Das heißt, dass chinesische Investoren an unsere Wirtschaft glaubten und hier ihre Projekte erfolgreich umsetzen können . Die Hälfte dieser direkten Investitionen entfällt auf die Residenten des Industrieparks „Great Stone“, machte Dmitri Krutoj aufmerksam.

Die Aussichten der Investitionszusammenarbeit werden auch während des derzeitigen Besuches der belarussischen Delegation in China besprochen. „Holzhäuser sind auf dem chinesischen Markt sehr gefragt. China ist an Wäldern arm und es muss Baumaterialien aus Holz importieren“, führte der Minister ein Beispiel an.

Im Großen und Ganzen hält er die Entwicklung von Beziehungen zu China für erfolgreich. China gehört zu den wichtigsten Partnern von Belarus in Handel und Wirtschaft. „China ist etwas Neues, das in den letzten 10-12 Jahren entwickelt wurde. Vom Nullpunkt haben wir Resultate erreicht. Weiterhin wird positive Dynamik erwartet. Wir sehen keine Hindernisse sowohl auf der hochrangigen politischen Ebene, als auch im Rahmen der Ministerien“, schlussfolgerte Dmitri Krutoj.

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