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Belarussischer Export nach Israel um das 6-fache innerhalb von fünf Jahren gestiegen

Wirtschaft 08.02.2019 | 16:33
Wladimir Skworzow. Archivfoto
Wladimir Skworzow. Archivfoto

MINSK, 8. Februar (BelTA) – In den Beziehungen zwischen Belarus und Israel herrscht eine positive Atmosphäre der Zusammenarbeit und ein gegenseitiges Interesse an ihrer Vertiefung. Darüber erzählte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in Israel, Wladimir Skworzow, in einem Interview mit der israelischen wöchentlichen Ausgabe „Nachrichten der Woche“, wie die Nachrichtenagentur BelTA bekanntgab.

Der Diplomat betonte, dass das rekordverdächtige Niveau des gegenseitigen Handels mit Waren und Dienstleistungen in der Geschichte der bilateralen Beziehungen überwunden wurde. Das Handelsvolumen betrug innerhalb von 11 Monaten vergangenen Jahres mehr als $200 Mio. Dabei wuchs der belarussische Export nach Israel innerhalb von fünf Jahren um das 6-fache, was zur Erreichung der Ausgewogenheit des Warenumsatzes innerhalb von letzten zwei Jahren beitrug. „Wir verstehen, dass die absoluten Zahlen noch weit vom Potenzial der Seiten entfernt sind. Es gibt noch eine Reihe von Faktoren, sowohl tarifliche als auch nichttarifliche, die das weitere Wachstum des gegenseitigen Handels behindern“, sagte Wladimir Skworzow.

Ihm zufolge sei es einen ernsthaften Impuls für den bilateralen Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit vom Abschluss eines Abkommens zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion und Israel über die Errichtung einer Freihandelszone zu erwarten, an dem im vergangenen Jahr intensiv gearbeitet wurde.

Der Botschafter glaubt, dass Belarus für viele Bürger Israels ein recht attraktives Land ist, in das sie investieren können. „Das Potenzial unseres Produktionsstandortes liegt laut ihren Rückmeldungen vor allem in der Verfügbarkeit recht transparenter Geschäftsregeln, einer entwickelten Infrastruktur, qualifiziertem technischem und wirtschaftlichem Personal, interner Stabilität, persönlicher Sicherheit und niedriger Kriminalität“, sagte er.

Es gibt einige Beispiele für eine erfolgreiche belarussisch-israelische Zusammenarbeit in solchen Bereichen wie Agrarindustrie, Bauwesen, Medizin, Hochtechnologien, Informations- und Kommunikationstechnologien. „Innovationen und IT-Industrie gehören zu den vorrangigen Richtungen der bilateralen Zusammenarbeit. Die Voraussetzung dafür, dass diese Aspekte von gegenseitigem Interesse sind, ist unter anderem, dass wir über ein solides wissenschaftliches und technisches Potenzial und ein hohes Maß an intellektueller Ausbildung verfügen, das zur Entstehung neuer Ideen und Lösungen beiträgt. Zum dritten Mal in Folge zählt Belarus zu den Top-10-Wirtschaften der Welt mit den höchsten IKT-Wachstumsraten und ist in der IT-Gemeinschaft als Anbieter einer Reihe einzigartiger Lösungen anerkannt“, erzählte Wladimir Skworzow.

Er stellte fest, dass sich das gegenseitige und nachhaltige Interesse an der Zusammenarbeit zunehmend in konkreten Formen und Projekten verwirklicht. Als Beispiel nannte der Diplomat den beliebten Messenger Viber, der von einer israelisch-belarussischen Firma entwickelt wurde. Ein weiteres relativ aktuelles Beispiel ist die Übernahme von Juno, das das ansässige Unternehmen des belarussischen Hochtechnologieparks mit Entwicklungszentrum in Minsk ist, durch das Unternehmen Gett, das in vielen Ländern Personenbeförderungsdienste anbietet.

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