MINSK, 3. Oktober (BelTA) - Es gibt alle Voraussetzungen für eine Überschreitung des letztjährigen Warenumsatzvolumens zwischen Belarus und Russland. Darüber erzählte der belarussische Botschafter in Russland Juri Seliwerstow in einer Sendung des Ersten Informationskanals.
Auf die Frage, wie sich die belarussisch-russischen Beziehungen im Jahr 2026 gestalten, bemerkte Juri Seliwerstow: "Sie sind recht intensiv. Rund 27 Delegationen russischer Regionen mit Gouverneuren an der Spitze haben Belarus besucht. Noch 42 Delegationen wurden von stellvertretenden Gouverneuren geleitet. Über 20 Besuche fanden statt, wo Minister oder offizielle Amtspersonen mit dabei waren. Das sind nicht einfach irgendwelche Einzelfälle oder ein paar Dutzend Treffen, das ist ständige systematische Arbeit. Dabei hat Belarus in dieser Zeit etwa 50 Delegationen in russische Regionen geschickt.“
Der Botschafter wies darauf hin, dass die geschäftlichen Kontakte aufrechterhalten werden und die Arbeit läuft, ohne die eine tiefe Kooperation unmöglich ist, auf die die Regierung und der Präsident einstimmen.
„Der Warenumsatz im vergangenen Jahr betrug fast 55 Mrd. USD. In diesem Jahr gibt es Voraussetzungen, dieses Volumen zu überschreiten. Vorerst ist es zu früh, über Zahlen zu sprechen, aber die Wachstumsraten sind nicht schlecht. Etwa 15 % Zuwachs gegenüber dem vorherigen Zeitraum haben wir bei verschiedenen Positionen“, stellte Juri Seliwerstow fest. „Bei einigen Produkten, zum Beispiel im Maschinenbau, stellen wir einen Rückgang fest, weil ein ähnliches Bild auf dem russischen Markt zu sehen ist. Aber insgesamt lässt die Situation und das Volumen des Warenumsatzes darauf schließen, dass die Zahlen von Vorjahr nicht nur auf demselben Niveau bleiben, sondern auch höher ausfallen.“
Juri Seliwerstow bemerkte, dass auch im Dienstleistungsbereich viel Arbeit geleistet wird. "Transportdienstleistungen machen den Löwenanteil dieses gesamten Volumens aus. Es gibt auch Baudienstleistungen und Dienstleistungen im IT-Bereich. Wir sind selbst sowohl Dienstleister als auch Kunden. Aber wir müssen neue Varianten ausprobieren“, sagte der Diplomat. „Im Bereich Tourismus haben wir gute Aussichten. Da denken wir an direkte Flugverbindungen oder Nahverkehr auf Schiene. Etwa 50 Tsd. Menschen wurden im grenznahen Verkehr befördert.“
