MINSK, 19. April (BelTA) - Das Potenzial der industriellen Kooperation zwischen Belarus und Russland ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das erklärte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in der Russischen Föderation, Juri Seliwerstow, im Fernsehsender "Belarus 1".
Die Strategie der Republik Belarus auf dem russischen Markt baut auf Kooperation und Kooperationsprojekte in verschiedenen Bereichen. So stehen Bereiche wie Flugzeugbau, Werkzeugmaschinenbau und Mikroelektronik im Mittelpunkt der industriellen Kooperation. Auf die Frage, wie die Fortschritte bei diesen Projekten sind und ob es eine Nachfrage nach bestimmten neuen Teilen gibt, antwortete der Botschafter: „Natürlich. Vielleicht können wir nicht immer das liefern, was wir gerne würden. In diesem Rahmen arbeiten wir an der technischen Umrüstung. Die Integrationsprojekte zielen genau darauf ab, sich neu auszurüsten und noch mehr Teile, Komponenten, neue Maschinen und neue Flugzeugteile herzustellen. Und überhaupt wird von den Kollegen gemeinsam ein ganz neues Flugzeug entwickelt – das Projekt 'Oswej'.“
„Das heißt, es gibt viele vielversprechende Ansätze. Aber nicht alles geht, leider, so schnell. Man kann sagen, dass von den Integrationsprojekten wahrscheinlich nur die Hälfte finanziert wurde, wenn man die Gesamtsumme betrachtet. Aus verschiedenen Gründen. Es ist klar, dass wir selbst und unsere Kollegen hier und da Kosten senken, prüfen, die ursprünglichen Basiszahlen überarbeiten und versuchen, irgendwo zu sparen. Das ist natürlich gut. Aber es gibt auch Bereiche, in denen es einfach nur langsam vorangeht. Und in solchen Fällen ist eine Beschleunigung und zusätzliche Arbeit erforderlich“, betonte Juri Seliwerstow.
Er wies darauf hin, dass es Beispiele gibt, wo die Arbeit bereits abgeschlossen ist. „Zum Beispiel die Produktion von Pumpen in Pinsk gemeinsam mit russischen Kollegen. Dieses Projekt ist bereits umgesetzt, die Produktion läuft. Bei Autokomponenten wissen Sie, dass wir sie an verschiedene Unternehmen liefern. In manchen Städten werden Straßenbahnen auf der Basis alter Fahrgestelle modernisiert, in den anderen kauft man neue Maschinen. Tatsächlich ist die Zusammenarbeit recht breit gefächert. Obwohl ihre Perspektiven noch lange nicht ausgeschöpft sind. Es gibt noch viele Bereiche, die von unseren asiatischen Partnern besetzt werden. Und das oft deshalb, weil wir eine solche Ware nicht haben oder nicht in der Menge, die der Markt benötigt. Es gibt also noch einiges zu tun“, fasste der Diplomat zusammen.
