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Wirtschaft
02 Oktober 2026, 15:06

EAWU strebt gegenseitige Anerkennung von digitalen Signaturen an

MINSK, 2. Oktober (BelTA) – In der Eurasischen Wirtschaftsunion wird derzeit an der gegenseitigen Anerkennung der elektronischen digitalen Signatur gearbeitet; ein entsprechendes Pilotprojekt setzen Belarus und Russland um. Darüber erzählte Mitglied des Kollegiums (Minister) für Wettbewerb und Antimonopolregulierung der Eurasischen Wirtschaftskommission, Maxim Jermolowitsch, vor Journalisten.

„In der EAWU gibt es ein recht entwickeltes Kooperationsnetzwerk im Bereich der öffentlichen Beschaffungen. Die Digitalisierung dieser Prozesse entwickelt sich sehr aktiv. Sie bringt einen erheblichen Effekt, weil es immer mehr Teilnehmer gibt. In Kasachstan beispielsweise hat die Digitalisierung zu einer durchschnittlichen Verdopplung der Teilnehmerzahl im öffentlichen Beschaffungswesen geführt. Das heißt, die Digitalisierung erlaubt es, den Wettbewerb bei der Durchführung staatlicher Beschaffungen zu verstärken, was zu sinkenden Preisen und einer höheren Effizienz der Haushaltsausgaben führen soll“, sagte Maxim Jermolowitsch.

Doch im Prozess der Digitalisierung entstehen auch gewisse Schwierigkeiten. „Die Fernbeteiligung an staatlichen Beschaffungen seitens des Auftraggebers wie des Lieferanten ist mit der Unterzeichnung von Dokumenten mittels elektronischer digitaler Signatur verbunden. Dieses Problem ist erst vor relativ kurzer Zeit aufgetreten. Wenn früher Dokumente neben den elektronischen auch in Papierform angenommen wurden, so geht man nun ausschließlich zum elektronischen Format über. Und es ist von entscheidender Bedeutung, solange diese Übergangsperiode andauert, ein System der gegenseitigen Anerkennung der elektronischen digitalen Signatur zu schaffen – genau damit befasst sich die Eurasische Wirtschaftskommission. Vor uns steht die Aufgabe, die gegenseitige Anerkennung der EDS durch alle fünf Länder zu gewährleisten. Wegen technischer Schwierigkeiten erwies sich dies als recht problematisch“, bemerkte der EKW-Minister.

Es wurde beschlossen, das Pilotprojekt zwischen Belarus und Russland umzusetzen. „Heute gewährleisten unsere Länder über ihre digitalen Behörden und die zuständigen staatlichen Organe für staatliche Beschaffung den Aufbau der gesamten Infrastruktur der gegenseitigen Anerkennung der elektronischen digitalen Signatur. Wir hoffen, dass dieser Prozess bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Es gibt bereits erhebliche Fortschritte bei der Gewährleistung der gegenseitigen Anerkennung der EDS und beim Aufbau entsprechender Geschäftsprozesse. Es bleiben eine Reihe technischer Fragen – wie man diese Zusammenarbeit schützt, die Kommunikationskanäle. Das ist keine so einfache Aufgabe, deshalb erwarten wir, dass mit Beteiligung der Eurasischen Wirtschaftskommission und der zuständigen Organe eine Lösung gefunden wird, die diese Kanäle für Lieferanten und Auftraggeber sicher macht“, informierte Maxim Jermolowitsch.

Heute findet in Minsk die Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates statt.
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