MOGILJOW, 8. April (BelTA) – Die Landwirte des Gebiets Mogiljow stehen vor der Aufgabe, bis zum Ende des laufenden Fünfjahresplans eine jährliche Milchproduktion von einer Million Tonnen zu erreichen. Dies teilte der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees Mogiljow, Anatoli Issatschenko, nach seinem Bericht an den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko mit.
„Derzeit produzieren wir etwa 780.000 Tonnen Milch pro Jahr. Vor uns liegen also große Herausforderungen, aber ich denke, dass sie durchaus machbar sind mit den Ansätzen, die in unserem Gebiet erarbeitet wurden“, so Anatoli Issatschenko.
Nach seinen Worten wurde in der Region zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele ein eigenes Programm zur Entwicklung des Agrarsektors aufgelegt. Das Dokument legt genau fest, welche Pläne für die Produktion von Fleisch, Milch und Getreide bestehen sowie welche Maßnahmen zur Versorgung der Tierhaltung mit hochwertigem Grobfutter ergriffen werden.
„Wir haben ein Programm zur Entwicklung des Agrarsektors unserer Region aufgelegt, in dem genau festgelegt ist, wie viel Fleisch, Milch und Getreide wir produzieren müssen, und zudem die Versorgung der Tierhaltung mit Grobfutter sicherzustellen ist. Das ist eine natürliche Struktur der Anbauflächen, die wir jedes Jahr planmäßig verändern. Das bringt positive Effekte“, betonte der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees. „Wenn wir 2021 eine Versorgung von 26 Futtereinheiten pro Tier hatten, sind es heute bereits über 30. Und wir sprechen heute nicht nur über die Menge des Grobfutters, sondern über seine Qualität, das richtige Verhältnis. Die Arbeit läuft also, und sie zeigt positive Wirkung.“
Wie Anatoli Issatschenko berichtete, gibt es im Gebiet Mogiljow vier bedeutende Milchverarbeitungsbetriebe: „Babuschkina Krynka“, „Molotschnyje Gorki“, das Schklower Butterwerk sowie ein Privatunternehmen im Kreis Schklow. Jedem von ihnen sind Rohmilchliefergebiete zugeordnet.
Der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees erläuterte, dass diese Zuordnung nicht nur für garantierte Rohstofflieferungen notwendig sei, sondern auch damit die Verarbeiter als Integratoren auftreten und in die Entwicklung ihrer Zonen investieren. So beliefert beispielsweise der Kreis Horki vollständig „Molotschnyje Gorki“ mit Milch. Zwei landwirtschaftliche Organisationen des Kreises stehen unter der Treuhandverwaltung dieses Unternehmens. Dorthin fließen Investitionen, es werden neue Milchviehanlagen gebaut, was die Steigerung der ankommenden Rohstoffmengen ermöglicht. Ein ähnliches Modell funktioniert auch mit „Babuschkina Krynka“: Das Unternehmen gewährt den Betrieben Vorschüsse, hilft beim Kauf von Mineraldüngern. Es herrscht eine vollumfängliche Zusammenarbeit.
Im Kreis Schklow wird derzeit ein neues Verarbeitungswerk mit einer Kapazität von 300 Tonnen Milch pro Tag gebaut. Der Regionsgouverneur ist überzeugt, dass das Werk vollständig mit Rohstoffen versorgt sein wird, da der Kreis bereits jetzt eine ähnliche Menge produziert.
Anatoli Issatschenko bemerkte zudem, dass das neue Werk als Integrator für die Entwicklung seines eigenen Rohstoffgebietes auftreten werde. „Eine so gute Zusammenarbeit zwischen Verarbeitern und Milcherzeugern wird positive Wirkung zeigen“, so der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees.
Das Endziel all dieser Arbeit ist nicht nur die Steigerung der Bruttoernten, sondern auch die Erhöhung der Einnahmen, die Anhebung der Löhne im ländlichen Raum und die umfassende Entwicklung der Region. „Wir streben danach, möglichst viele Produkte zu gewinnen, zu verarbeiten und zu vermarkten. Es gibt Ergebnisse – natürlich nicht so große, wie wir uns wünschen, aber man muss immer danach streben, mehr zu erreichen“, resümierte Anatoli Issatschenko.
