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Wirtschaft
19 Dezember 2025, 20:12

Expertin nennt drei Schlüsselbereiche für wirtschaftlichen Durchbruch im neuen Jahrfünft

MINSK, 19. Dezember (BelTA) - Die Analystin Olga Lasorkina von dem Belarussischen Institut für Strategische Studien (BISI) wies darauf hin, dass der wirtschaftliche Durchbruch von Belarus im neuen Jahrfünft auf drei entscheidenden Bereichen basieren wird.

Die Expertin betonte, dass das sozioökonomische Entwicklungsprogramm von Belarus für 2026-2030 realistisch sei. „Die Prioritäten, die darin festgelegt sind, sind nicht nur theoretisch; für jede wurde bereits eine solide Grundlage geschaffen. Das ist wohl eine der größten Stärken des Programms. Alles, was im letzten Fünfjahresplan wichtig, aber noch weit entfernt schien – wie die technologische Souveränität – haben wir nun so intensiv angepackt, dass wir sie mühelos zu einer Top-Priorität erklären können“, erklärte Olga Lasorkina. „Das sind keine leeren Worte: Betrachtet man die Projekte und Programme, die bereits im Unionsstaat mit der Russischen Föderation und innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion umgesetzt werden, zeigen die neuesten Berichte, dass tatsächlich Potenzial geschaffen wurde. Wir können heute nicht nur über technologische Souveränität sprechen, sondern sie auch zu unserer höchsten Priorität machen.“

Ein weiterer äußerst wichtiger Bereich ist die Demografie und die Ausbildung von Fachkräften. „Dieses Problem wird mit größter Ernsthaftigkeit angegangen. Selbstverständlich behalten wir dieses Thema ständig im Blick – es hat einen festen Platz auf unserer Agenda. Derzeit ist es jedoch eng mit der Ausbildung von Fachkräften verbunden, was absolut sinnvoll ist: Technologische Souveränität ist ohne eine hohe Bildungsqualität nicht möglich. Der Präsident hat dies klar betont – es ist notwendig, eine direkte und klare Verbindung zwischen dem Bildungsprozess und den Anforderungen der Industrie herzustellen. Und vor allem: Schnelligkeit. Wenn Bedarf entsteht, muss das Bildungssystem rasch reagieren und die erforderlichen Fachkräfte sofort ausbilden“, betont sie.

Der dritte Punkt ist die wissenschaftliche und technologische Entwicklung. „Auch hier ist bereits eine konkrete Grundlage vorhanden: Innerhalb des Unionsstaates werden gemeinsame Projekte und Initiativen umgesetzt, eine Strategie für die wissenschaftliche und technologische Entwicklung auf GUS-Ebene wurde verabschiedet - es gibt also Entwicklungen, und diese sind bedeutend“, sagte Olga Lasorkina.

Das Programm umfasst viele weitere wichtige Prioritäten, aber es sind diese drei, die die Voraussetzungen für einen echten Durchbruch schaffen. „Schließlich sieht das Programm nicht nur Stabilität oder stetiges Wachstum vor - es zielt auf einen wirtschaftlichen Durchbruch ab. Und ohne diese drei Komponenten wird das schlichtweg nicht gelingen“, betonte die Expertin.

Was die Interaktion mit anderen Ländern betrifft, so ist die Diversifizierung bereits in vollem Gange. „Für uns, die Länder des fernen Bogens, Großasien – ist dies nicht länger nur ein Ziel, sondern eine ernstzunehmende Plattform, auf der wir unsere weitere wirtschaftliche Entwicklung aufbauen. Und ein wichtiger Punkt: Die im Programm festgelegten Prioritäten decken sich gut mit den aktuellen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und humanitären Prozessen in Asien“, erklärte Olga Lasorkina.

Das bedeutet aber nicht, dass wir die Beziehungen zum Westen abbrechen. „Der westliche Kurs bleibt für Belarus wichtig. Wir betonen immer wieder: Hinter jedem politischen Rahmen, hinter jeder Situation stehen Menschen – ganz normale Bürger, mit denen wir seit Langem humanitäre, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen pflegen. Probleme, die auf Ebene der Eliten und der Führungsriege der Nachbarländer, auch in der Europäischen Union, auftreten, sind eine bestimmte Phase. Wir haben sie schon oft durchlaufen. Und wir werden diesen Weg weitergehen – ruhig, konsequent, ohne Illusionen, aber auch ohne unnötige Polarisierung“, so die Expertin abschließend.
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