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Wirtschaft
02 April 2026, 14:43

Handelsumsatz zwischen Belarus und Russland hat sich in drei Jahrzehnten mehr als verachtfacht  

Archivfoto
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MINSK, 2. April (BelTA) – Der Handelsumsatz zwischen Belarus und Russland hat sich in drei Jahrzehnten mehr als verachtfacht. Das teilte die stellvertretende Wirtschaftsministerin Alessja Abramenko in der Sendung „Wirtschaftsumfeld“ auf „Belarus 1“ mit. 

„Wir gestalten eine enge bilaterale Zusammenarbeit, was die Zahlen bestätigen: ein Wachstum des Handelsumsatzes um mehr als das Achtfache. 1996 lag er noch bei insgesamt $6,5 Mrd., 2025 betrug er fast $55 Mrd. Im Dienstleistungshandel ist das Volumen in 20 Jahren um das 2,3-Fache gewachsen“, so Alesja Abramenko. Sie betonte, dass die Länder entschlossen den Weg einer für beide Seiten vorteilhaften wirtschaftlichen Integration gehen.

Seit 2021 ist die Zusammenarbeit strukturierter geworden. Die Länder sind zur Dreijahresplanung übergegangen. Diese Maßnahmen haben die Verbindungen in Schlüsselbranchen der Wirtschaft vertieft. In der Industrie wurde die gegenseitige Anerkennung technologischer Verfahren erreicht. Belarussische Hersteller erhielten Zugang zu russischen nationalen Projekten in den Bereichen Produktionsmittel, Verkehr u.a.

Derzeit arbeiten die Seiten im Rahmen der Hauptrichtungen zur Umsetzung des Vertrags über die Gründung des Unionsstaates für die Jahre 2024-2026. Etwa 50% der Maßnahmen sind umgesetzt, die restlichen befinden sich in der Umsetzung. In jedem Bereich wurden bestimmte Aufgaben festgelegt. So werden 26 kooperative investitionsbezogene Importsubstitutionsprojekte realisiert, zwei davon sind bereits abgeschlossen – zur Produktion von Forstmaschinentechnik und hydraulischen Pumpenanlagen. Eine Roadmap für den Werkzeugmaschinenbau wurde erarbeitet.

„Derzeit arbeiten wir am Projekt der Hauptrichtungen für die nächste Dreijahresperiode. Dabei prüfen wir unter anderem eine Reihe von Maßnahmen zur Standardisierung. Es wurde ein Komitee für Standardisierung und Qualität des Unionsstaates geschaffen, das sich mit Fragen der technischen Regulierung für Waren des Unionsstaates befassen wird“, so Alessja Abramenko.
Als neue Richtungen nannte sie die Zusammenarbeit mit den russischen Staatskonzernen Rosatom und Rostec. Insbesondere geht es um die Produktion von autonomen Muldenkippern und Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb. „Die Hauptaufgabe ist die Wahrung der technologischen Souveränität und die Importsubstitution“, fügte die stellvertretende Wirtschaftsministerin hinzu.

Im Energiebereich wurde das Gesetz zur Ratifizierung des Vertrags über die Bildung eines gemeinsamen Strommarktes des Unionsstaates unterzeichnet. Die Zusammenarbeit in der Kernenergie und der Öl- und Gasbranche entwickelt sich.

Im Agrarsektor wurde die Zusammenarbeit in einer Reihe praktischer Fragen der Pflanzenschutzüberwachung und der Veterinärzertifizierung etabliert.

Im Verkehrsbereich trat das Abkommen über die Erhebung von Flugsicherungs- und Flughafengebühren sowie -tarifen in Kraft, das gleiche tarifliche Bedingungen bei der Erbringung entsprechender Dienstleistungen gewährleistet. Zur Vereinfachung des Verfahrens der Teilnahme an Ausschreibungen wurde ein zwischenstaatliches Abkommen über die Anerkennung elektronischer Signaturen in elektronischen Dokumenten bei der grenzüberschreitenden elektronischen Interaktion unterzeichnet. Der Nahverkehr auf der Schiene zwischen Witebsk und Smolensk sowie Orscha und Smolensk wurde aufgenommen.
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