MINSK, 15. April (BelTA) – Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Belarus erwirtschaften rund 43 Prozent des Warenexports und fast 60 Prozent des Dienstleistungsexports. Dies teilte Wirtschaftsminister Juri Tschebotar mit, der eine Sitzung der ständigen interministeriellen Kommission leitete. Dies berichtet der Pressedienst des Wirtschaftsministeriums.
Die Teilnehmer der Sitzung befassten sich mit den Umsetzungsberichten der staatlichen Programme „Kleine und mittlere Unternehmen“, „Wissensintensive Technologien und Technik“, „Wissenschaftlich-innovative Tätigkeit der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus“, „Ausbau von Militärstandorten“ sowie „Körperkultur und Sport“ für die Jahre 2021 bis 2025. An der Kommissionssitzung nahmen Vertreter des Wirtschaftsministeriums, des Verteidigungsministeriums, des Sportministeriums, der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus sowie der Gebietsexekutivkomitees und des Minsker Stadtexekutivkomitees teil.
Mit Blick auf die Wirksamkeit des staatlichen Programms „Kleine und mittlere Unternehmen“, für das das Wirtschaftsministerium als verantwortlicher Auftraggeber zeichnet, hob Juri Tschebotar bedeutende quantitative und qualitative Veränderungen im KMU-Sektor hervor. „Die kleinen und mittleren Unternehmen tragen heute mehr als 30 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei, ein Fünftel der Industrieproduktion, rund 43 Prozent des Warenexports und fast 60 Prozent des Dienstleistungsexports sowie über ein Drittel der Arbeitsplätze. Auch die Struktur des KMU-Sektors hat sich spürbar gewandelt: Während man kleine Unternehmen früher vor allem mit Handel verband, hat sich der Fokus heute auf die Schaffung von Wertschöpfung in Bereichen wie Baugewerbe, Verkehr und der Herstellung neuer Produktarten verlagert“, so der Minister.
Zu diesem Wandel trug nicht zuletzt der erleichterte Zugang zu staatlicher finanzieller Unterstützung bei. „In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Gesamtvolumen auf nahezu 65 Milliarden Rubel. Mehr als 6.000 Geschäftsideen wurden zu günstigen Konditionen finanziert, wobei importsubstituierende und exportorientierte Projekte Vorrang erhielten. Die erzielten Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit der gewählten Maßnahmen und zeigen, dass kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend zu einem der Motoren des Wirtschaftswachstums des Landes werden“, erklärte der Minister.
