Projekte
Staatsorgane
flag Montag, 18 Mai 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Wirtschaft
27 März 2026, 14:10

Kompatibilität bei Wahrung der digitalen Souveränität. Nach welchen Grundsätzen KI in der EAWU entwickelt werden soll

MOSKAU, 27. März (BelTA) - Der Vorsitzende des Vorstands der Eurasischen Wirtschaftskommission, Bakytschan Sagintajew, hat auf dem internationalen Digitalforum Digital Qazaqstan 2026 in Schymkent (Kasachstan) erläutert, nach welchen Grundsätzen künstliche Intelligenz in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) entwickelt werden soll. Dies teilte die Pressestelle der EAWK mit.

Bakytschan Sagintajew betonte, dass die EAWK gemeinsam mit den EAWU-Staaten an der Entwicklung des Konzepts „Digital Union“ arbeite, das die digitale Souveränität der Länder wahre und gleichzeitig die Synchronisierung und Kompatibilität der besten technologischen Lösungen gewährleiste. „Der Präsident der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Kemeluly Tokajew, hat in seiner an die Staatsoberhäupter der EAWU gerichteten Botschaft anlässlich des kasachischen Vorsitzes in den Organen der Union im Jahr 2026 die künstliche Intelligenz als neues Instrument für die Entwicklung der wirtschaftlichen Integration benannt“, so Sagintajew.

Nach den Worten des Vorsitzenden des EAWK-Vorstands arbeiten die Kommission und die Staaten der eurasischen „Fünf“ derzeit an einer gemeinsamen Erklärung zur verantwortungsvollen Entwicklung künstlicher Intelligenz innerhalb der EAWU. Diese solle eine neue strategische Richtung für die Zusammenarbeit bei der digitalen Transformation der Volkswirtschaften der Integrationsgemeinschaft vorgeben. Die Unterzeichnung des Dokuments ist am Rande des Eurasischen Wirtschaftsforums im Mai 2026 in Astana geplant.
Bakytschan Sagintajew kündigte zudem an, dass die EAWK gemeinsam mit Partnern aus den EAWU-Staaten begonnen habe, Technologien der künstlichen Intelligenz schrittweise in die Arbeitsabläufe zu integrieren. Zu den wichtigsten Bereichen von Pilotprojekten mit KI zählte er die Entlastung der Mitarbeiter von Routineaufgaben, die digitale Überwachung der Gesetzgebung, den Einsatz der Spitzentechnologie „Neuro-Jurist“, die umfassende Kontrolle und Bewertung von Dokumenten sowie die Verbesserung der Kommunikationsqualität.

„Das sind keine bloßen Technologieexperimente“, betonte Bakytschan Sagintajew. „Statt tagelanger Handarbeit werden wir für die Protokollierung nur noch Sekunden und für die Erstellung fertiger Dokumente nur noch Minuten benötigen.“

Alle Projekte der EAWK seien das Ergebnis technologischer Kooperation, die auf der Grundlage des Konzepts „Digital Union“ sichergestellt werde. Demnach diene die Kommission als Plattform zur Erprobung neuer Lösungen. Die besten davon würden prioritär auf supranationaler Ebene eingesetzt – etwa in den Bereichen Zoll- und technische Regulierung, Industrie, Verkehr, SPS-Maßnahmen, öffentliche Beschaffung und Statistik, so der Vorsitzende des EAWK-Vorstands.
Abonnieren Sie uns auf
X
Letzte Nachrichten aus Belarus