MINSK, 1. Februar (BelTA) – Es besteht keine Notwendigkeit, die Produktion von Drohnen in aller Eile aufzubauen. Dies erklärte der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Militärindustrie, Dmitri Pantus, in einer Sendung des Fernsehsenders „Belarus 1“.
„Diese Frage wurde bereits mehrfach mit dem Staatschef diskutiert. Gemeinsam mit dem Verteidigungsministerium und der Regierung suchen wir nach einem goldenen Mittelweg in dieser Frage. Es sollte hier keine Qualen geben", ist Dmitri Pantus überzeugt.
Seinen Worten zufolge muss man bei der Organisation der Produktion von Drohnen unter anderem von den finanziellen Möglichkeiten und Bedürfnissen des Staates ausgehen. "Man sollte diese Produktion nicht in Eile aufbauen. Bei Bedarf, im Falle einer Bedrohung, wird die Produktion natürlich ausgeweitet", fügte der Leiter der Staatlichen Verteidigungsindustrie hinzu.
Auf einer Sitzung im Januar zur Schaffung eines Ausbildungszentrums für vielversprechende Fachkräfte wies der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko auf einen Trend hin, der in letzter Zeit viele buchstäblich in den Wahnsinn treibt: die Entwicklung unbemannter Fluggeräte.
„Ganze Werke und Fabriken produzieren sie massenhaft. Und das tun nicht nur die Ukrainer und Russen, die heute mit ihrer Hilfe Krieg führen. Sie kämpfen übrigens ziemlich effektiv. Aber auch in Belarus und nördlich von uns beginnt man, diese Dinge Tag und Nacht zu produzieren“, bemerkte Alexander Lukaschenko.
Dennoch stellt sich der belarussische Staatschef die Frage: Werden unbemannte Fluggeräte Belarus im Falle militärischer Auseinandersetzungen wirklich helfen? „Werden sie uns in bewaldeten und sumpfigen Gebieten wirklich helfen? Vor allem in bewaldeten Gebieten. In der Steppe und in der Wüste ist alles wie auf der Handfläche: Man startet den „Vogel“ (gemeint ist ein UAV, Anm. BELTA), findet das Ziel und greift an, nichts steht im Weg. Aber wie sieht es im Wald aus?“, betonte er.
In diesem Zusammenhang erinnerte der Präsident daran, dass derzeit eine Überprüfung der Streitkräfte durchgeführt wird. „Sie wird unter diesen schwierigen Bedingungen bis zum Frühjahr stattfinden“, sagte er.
Der Staatschef zeigte sich überzeugt, dass man ohne traditionelle Waffen – Pistolen, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Granatwerfer – und ohne normale Soldaten nicht auskommen kann. „Ohne diese Waffen ist es heute auch in der militärischen Sonderoperation sehr schwer auszukommen – das weiß ich ganz genau“, versicherte er.
