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MINSK, 8. Februar (BelTA) – Belarus plant, zusätzlich 20 BELAZ-Muldenkipper nach Indien zu liefern. Außerdem führen die Seiten Verhandlungen über den Aufbau einer Traktorenmontageproduktion. Das teilte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in der Republik Indien, Michail Kasko, im Programm des Fernsehsenders „Belarus 1“ mit.
BELAZ erfüllt einen langfristigen Vertrag, der auch Serviceunterstützung und Lieferung von Ersatzteilen umfasst. Die Technik wird bei Objekten des staatlichen Unternehmens Coal India, des größten Kohleproduzenten des Landes, eingesetzt.
„Praktisch 100 BELAZ-Fahrzeuge arbeiten weiterhin erfolgreich. Wir rechnen damit, dass möglicherweise noch bis zu 20 zusätzliche Maschinen hierher kommen werden“, erzählte der Botschafter.
Auf Anweisung des Staatsoberhauptes werden weiterhin Verhandlungen über den Aufbau einer Montageproduktion belarussischer Traktoren in Indien geführt. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Minsker Traktorenwerk und dem Ministerium für Industrie umgesetzt. Trotz Verzögerungen lassen die aktuellen Ansätze des MTZ laut dem Botschafter auf eine Ankurbelung der Arbeit hoffen.
Der indische Markt für Landtechnik ist einer der größten der Welt, auf dem nicht nur lokale Hersteller, sondern auch internationale vertreten sind. Die Aufgabe besteht nicht nur darin, zu konkurrieren, sondern auch Nischen zu finden, wo die bestehende Technik für Baumwoll- und Reisfelder, für andere Bereiche, ergänzt werden kann.
Jährlich wird etwa eine Million Traktoren verkauft. „Selbst wenn wir von dieser Million eine kleine Nische besetzen könnten, selbst ein Prozent, das sind schon zehntausende Maschinen“, erklärte der Botschafter.
Neben Technik sind auch Produkte der Holzbearbeitung gefragt. In der Textilbranche sind die Seiten ernsthaft vorangekommen. Stoffe und Garne aus Orscha erobern ihre Nische. Auf den indischen Markt werden Düngemittel geliefert.
Die Botschaft unternimmt gemeinsam mit den staatlichen Organen Maßnahmen zur Diversifizierung des Exports. „Im vergangenen Jahr wurden praktisch alle Aufgaben erfüllt. Das zeigt, dass die Karte, die in den Vorjahren erstellt wurde, funktioniert. Wir haben sowohl die Waren als auch die für die Zusammenarbeit mit Indien verantwortlichen Unternehmen richtig bestimmt“, bemerkte Michail Kasko.
Ein weiterer Kooperationsbereich ist der Bildungssektor. Bisher geht es vor allem um die Ausbildung von Medizinern. „Wir setzen uns das Ziel, die Liste der Fachrichtungen, die für indische Bürger attraktiv sein könnten, erheblich zu erweitern“, erzählte der Botschafter.
Indien unterstützt Belarus auf der internationalen Bühne. „Wir bauen Beziehungen auf der Grundlage gleichberechtigter, partnerschaftlicher Beziehungen auf“, sagte der Botschafter.
