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07 Juli 2026, 21:49

Neue Impulse für den Agrarsektor: Brest und Usbekistan vertiefen Partnerschaft

BREST, 7. Juli (BelTA) – Die Region Brest wird ihre Zusammenarbeit mit den usbekischen Regionen Buchara und Syrdarja im Agrarsektor intensivieren. Dies ging am 7. Juli aus einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Region Brest, Pjotr Parchomtschik, und Delegationen aus den Regionen Syrdarja und Buchara hervor.

Pjotr Parchomtschik betonte, dass Usbekistan ein befreundetes Land und ein strategischer Partner für Belarus sei. „Unsere Beziehungen entwickeln sich positiv. Der Handelsumsatz ist im vergangenen Jahr gestiegen und dieser Trend setzt sich auch 2026 fort: Von Januar bis April verzeichneten wir ein Plus von 37,3 %. Wir haben gemeinsame Interessen. Es ist wichtig, während dieses Besuchs alle Themen zu besprechen und Wege für eine weitere Zusammenarbeit aufzuzeigen“, so der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Region Brest.
Laut seinen Angaben ist die Region Brest an einer engen Zusammenarbeit mit den Regionen Syrdarja und Buchara im Bereich des Agrarindustriekomplexes sowie bei der industriellen Kooperation interessiert. „Es gibt viele Berührungspunkte in verschiedenen Bereichen. Wir möchten ein Textilcluster aufbauen. Dieses Projekt werden wir im Zuge unserer weiteren Kontakte voraussichtlich vorantreiben. Ein wichtiges Thema ist zudem der humanitäre Bereich: die Entwicklung von Beziehungen in den Feldern Bildung, Gesundheitswesen und Tourismus“, erklärte Pjotr Parchomtschik. „Besonders positiv beurteile ich unsere Kooperation im Gesundheitswesen: Wir sind schnell von Gesprächen zu konkreten Maßnahmen übergegangen, gestützt auf systematische Besuche. Die Fachkräfte lernen voneinander und tauschen wertvolle Erfahrungen aus.“

Riso Assadow, stellvertretender Hokim (Gouverneur) der Region Buchara, sieht ebenfalls großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit der südwestbelarussischen Region. „Wir sind bereit für eine industrielle Kooperation in den Bereichen Baustoffe, Möbel, Pharmazeutika und anderen Sektoren. Der Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit im Agrarindustriekomplex. Sie haben im Agrarsektor enorme Erfolge erzielt. Die Region Buchara ist sehr an den Erfahrungen von Belarus interessiert“, versicherte er. Die Parteien vereinbarten außerdem, Möglichkeiten für die Verarbeitung von Flachs und Baumwolle sowie die Stoffproduktion zu prüfen. Heute wurde zwischen den Regionen Brest und Buchara ein Aktionsplan für die Jahre 2026–2027 zur Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur unterzeichnet. „Wir haben einen Fahrplan erstellt und werden diesen konsequent abarbeiten. Entfernung spielt für uns keine Rolle“, betonte Riso Assadow. Er lud eine Delegation aus der Region Brest zu einem offiziellen Gegenbesuch in die Region Buchara ein.
Ein ähnlicher Aktionsplan für die Jahre 2026–2027 wurde auch zwischen den Regionen Brest und Syrdarja unterzeichnet. „Es war ein sehr produktives Treffen. Wir können zusammenarbeiten und uns gemeinsam weiterentwickeln und die Kooperation in verschiedenen Bereichen vorantreiben. Wir werden uns auch mit Wirtschaftsvertretern treffen. Später am Abend wird sich das Bild weiter klären und es werden konkretere Vereinbarungen getroffen“, erklärte Bobur Chudschamow, stellvertretender Hokim der Region Syrdarja für Investitionen. Er ist überzeugt, dass es Belarussen und Usbeken leichtfällt, Gemeinsamkeiten zu finden. „Die Verhandlungen verlaufen reibungslos. Die Leute kennen sich und wissen um die Qualität der Waren. Ich denke, es wird keine Schwierigkeiten geben“, sagte Bobur Chudschamow.
Die usbekische Delegation besuchte heute die Gedenkstätte „Brester Heldenfestung“ in Brest. Die Gäste legten Blumen an der Ewigen Flamme nieder und ehrten das Andenken der Verteidiger des Vaterlandes.
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