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Regierungschef Rumas über Exporte: Die Situation ist nicht einfach und kann uns nicht recht sein

Wirtschaft 15.10.2019 | 17:05

MINSK, 15. Oktober (BelTA) – Die Exportsituation in den Monaten Januar bis August 2019 ist nicht einfach und kann uns nicht recht sein. Das erklärte Premier Sergej Rumas heute in der Sitzung des Vorstandes des Ministerrates, wo die Ankurbelung und Diversifizierung der Exporte im Mittelpunkt der Debatte standen.

„Nach acht Monaten ist die Exportsituation in Belarus sehr kompliziert und kann uns nicht recht sein. Die Exporte haben ihre Vorjahreswerte nicht erreicht, das Wachstumstempo liegt bei 96,9%. Es gibt viele Fragen an Ressortminister und Gouverneure. Das Außenministerium und die diplomatischen Auslandsvertretungen kommen mit ihren Aufgaben zur Exportsteigerung nicht zurecht“, meint Rumas.

Nimmt man die Ölexporte aus der gesamten Exportgruppe heraus, so wird das Exporttempo bei 0,9% liegen. Nach Meinung des Regierungschefs sei das kein Anlass zur Selbstberuhigung.

Die ersten Bilanzzahlen für die 9 Monate des Wirtschaftsjahres 2019 weisen eine Verlangsamung der Exporte auf (+1%). „Trotz staatlicher Exportsubventionen und der Versicherungen seitens der Ressortminister bleibt das erwartete Exporttempo aus. Wie können denn die Exporte wachsen, wenn die Produktion nicht funktioniert? Da ist der Zusammenhang doch naheliegend. Die Führungskräfte müssen für ihre Worte und ihre Verpflichtungen Verantwortung tragen “, betonte der Regierungschef.

Rumas beauftragte den ersten Vizepremier Alexander Turtschin damit, eine neue Sitzung des Ministerrates in der ersten Dezemberhälfte einzuberufen, um die Wirtschaftsbilanz der 9 Monate erneut in den Blick zu nehmen und alle Versprechen zu analysieren, die die Behörden- und Betriebsleiter auf verschiedenen Regierungssitzungen gegeben haben.

Es gelinge nicht, die Exportlieferungen zu gleichen Teilen zwischen EAWU, EU und anderen Ländern festzulegen. Es werde mehr in den Eurasischen Raum ausgeführt, der EU-Anteil sei dagegen bedeutend geschrumpft. Die Ölexporte in die EU seien nicht der einzige Grund für solche Verwerfungen, so Rumas.

Für eine effiziente Diversifizierung der Exporte spielten die belarussischen Auslandsbotschaften eine extraordinär wichtige Rolle. Die 37 von insgesamt 57 Vertretungen schafften es nicht, die obligatorischen Aufgaben zur Ankurbelung der Warenexporte zu erfüllen. In 15 Fällen werde diese Situation das zweite Jahr in Folge registriert. „Die meisten Botschaften können diesbezüglich keine argumentierten Statements abgeben. Auch die Gegenmaßnahmen seitens des Außenministeriums bleiben aus“, fügte Premier hinzu.

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