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02 April 2026, 14:06

Rund 8.000 Industrieunternehmen aus Belarus und Russland sind im Unionsstaat Kooperationspartner 

MINSK, 2. April (BelTA) - Rund 8.000 Industrieunternehmen aus Belarus und Russland sind im Unionsstaat in irgendwelche Kooperationsbeziehungen eingebunden. Das sagte Handelsvertreter der Russischen Föderation in der Republik Belarus, Juri Solotarew, in einer Experten-Runde auf Belarus 1.

Russland hat in Belarus im Jahr 2025 über $5,1 Milliarden an Investitionen getätigt. „Diese Zahl zeigt, dass Belarus in der Wirtschaft sehr gute Bedingungen für russische Investitionen geschaffen hat. Aktuell sind in Belarus etwa 2.500 Gemeinschaftsunternehmen oder Unternehmen mit russischem Kapital tätig. In sechs Freien Wirtschaftszonen (FWZ), darunter im Industriepark Great Stone, sind 70 Produktionsbetriebe mit russischem Kapital registriert. In die industrielle Kooperation sind auf beiden Seiten etwa 8.000 Wirtschaftssubjekte eingebunden“, so Juri Solotarew.

Er betonte auch, dass dieser Prozess eine Zweibahnstraße sei. Auch belarussische Investoren leisten einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung russischer Regionen.

Welche Projekte zu den Treibern der Integration von Belarus und Russland werden, erzählte der Botschaftsrat der Botschaft der Russischen Föderation in der Republik Belarus, Pjotr Frolow. Nach seinen Angaben wird das Konzept „Made im Unionsstaat“ der Schlüssel für die Entwicklung sein. Dies sei nicht nur eine Kennzeichnung, sondern eine Grundlage für die Bildung einer gemeinsamen Industriepolitik.

Die Struktur des Warenumsatzes hat sich bereits verändert. Das belarussische Kernkraftwerk deckt den Strombedarf des Landes völlig. Aber neue Aufgaben sind bereits gestellt worden. „Es geht zum einen um die Zusammenarbeit in der Kernenergie. Ein Kernkraftwerk bedeutet die Schaffung einer gesamten Nuklearindustrie in Belarus. Nicht nur das Energieministerium, sondern auch eine ernsthafte Komponente der Kernenergie und damit verbundener Produktionen. Das ist ein ganzer Cluster“, so Pjotr Frolow.

Das sowjetische Erbe im Werkzeugmaschinenbau und in der Automobilindustrie erfährt eine neue Entwicklung. Hinzu kommen die Luftfahrtbranche und die Robotertechnik. Oswej - ein Projekt zur Entwicklung des Nahverkehrsflugzeugs - wird umgesetzt. Ein wichtiger Bereich ist die Entwicklung industrieller Software. Auf Ebene des russischen Industrieministeriums und des belarussischen Industrieministeriums wurde eine Arbeitsgruppe zur Schaffung einer solchen Plattform und Software gegründet, die im Interesse von Industriegiganten genutzt werden kann.
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