MINSK, 7. April (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko stellt die Aufgabe, angewandte Produktionen zu entwickeln, die im Bereich Biotechnologien angesiedelt sind. Das sagte der erste stellvertretende Premierminister Nikolai Snopkow vor Journalisten im Anschluss an das Treffen beim Staatsoberhaupt.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Arbeit der Belarussischen Nationalen Biotechnologie-Korporation (BNBK).
„Die Forderungen und Aufgaben, die der Präsident auf dem Treffen gestellt hat, sind einfach: Wir müssen praktische, angewandte Produktionen im Bereich der Biotechnologien weiter entwickeln“, erklärte Nikolai Snopkow. „Biotechnologien auf pflanzlicher Basis – das sind Probiotika und Antibiotika … Das ist ein viel breiteres Spektrum der Entwicklung verschiedener Produktionen, Wachstumspunkte, die wir auf Anforderung des Präsidenten auf der Grundlage der BNBK weiterentwickeln werden.“
Wie effektiv die Entwicklung von Biotechnologien vonstatten gehen wird, soll eine Arbeitsgruppe bewerten. Ihr gehören Premierminister Alexander Turtschin, Vorstandsvorsitzender der Nationalen Akademie der Wissenschaften Wladimir Karanik und Vizevorsitzender der Allbelarussischen Volksversammlung Alexander Kossinez an. „Dieses kleine Team von drei Personen wird ein Projekt ausarbeiten, das in zwei Varianten umgesetzt wird. Entweder wird es ein zinsgünstiger chinesischer Regierungskredit (der im Haushalt der VR China für 2026 in Höhe von 3,5 Milliarden Yuan vorgesehen ist) sein, oder ein direkter Investor – ein chinesischer Kooperationspartner, der gemeinsam mit uns sowohl als Technologieinhaber als auch als Geschäftspartner auftritt“, betonte Nikolai Snopkow.
Auf die Frage nach der Amortisation des Projekts antwortete er, dass dies unter den gegenwärtigen Gegebenheiten recht schwer vorherzusagen sei. „Das Projekt kann so gut laufen, dass es sich innerhalb von drei Jahren amortisiert. Wer weiß, was morgen sein wird … Wenn sich ein Projekt innerhalb von 13-15 Jahren amortisiert, ist das meiner Ansicht nach ausgezeichnet. Aber wir müssen uns in erster Linie an der – wenn auch geringen – inländischen Nachfrage orientieren, um die Effizienz solcher bereits im Land bestehenden Produktionen zu verbessern“, so Nikolai Snopkow. „Es gibt eine grundlegende Sache – die Importsubstitution. Aber mit der Importsubstitution wollen wir die finanzielle Komponente und die Effizienz der bestehenden Wirtschaft im Land verbessern. Die Exportorientierung – unter Berücksichtigung der Marktvolatilität und der Ungewissheit in der Welt – ist sekundär.“
