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01 September 2026, 21:40

Wie kann Belarus ein jährliches BIP-Wachstum von 3 % erreichen

MINSK, 1. September (BelTA) – Wie kann Belarus ein jährliches BIP-Wachstum von 3 % erreichen? Das erläuterte der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Nationalbank Alexander Jegorow im Interview mit dem Ersten Informationssender.

Wie Alexander Jegorow bemerkte, liegt der BIP-Zielwert für 2026 bei 2,8 %. Darüber hinaus hat die Allbelarussische Volksversammlung das Ziel gesetzt, jährlich durchschnittlich um 3 % zu wachsen. Der erste stellvertretende Vorsitzende erläuterte, was erforderlich ist, um diesen Wert zu erreichen.

Derzeit stellt das Staatsoberhaupt allen Wirtschaftsgremien des Landes mehrere Aufgaben – den eigenen Marktanteil auf dem russischen Markt zu erhöhen sowie den Export zu diversifizieren – also in viele Länder zu verkaufen. "Ohne die Erfüllung dieser Aufgaben ist ein durchschnittliches Wachstum von 3 % im Fünfjahreszeitraum nicht zu erreichen. Und dazu reicht es nicht aus, einfach in andere Länder zu fahren und unsere Produkte zu verkaufen. Die Produkte müssen wettbewerbsfähig sein", betonte der erste Vizevorsitzende.

Er erklärte, dass hinter der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit die Entwicklung von Hightech-Sektoren wie IT und Biotechnologie sowie die möglichst effiziente Nutzung der eigenen Ressourcen – Boden und Wald – und die Entwicklung der Produktion auf der Basis einheimischer Rohstoffe stehen. "Wir müssen auch schneller Entscheidungen treffen, keine Bürokratie betreiben, die Produktionskosten senken und vor allem bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Und das Wichtigste ist: wir müssen effizienter arbeiten. Schneller, besser und qualitativ hochwertiger arbeiten als die Bürger anderer Länder. Zum Beispiel wie der IT-Sektor, der sich dank der Entscheidungen des Staatsoberhauptes entfaltet hat. Darin liegt letztlich der Schlüssel zum Erfolg", so Alexander Jegorow.

Der erste stellvertretende Vorsitzende betonte, dass das BIP keine abstrakte Zahl aus den monatlichen Statistiken sei, sondern eine unmittelbare Widerspiegelung dessen, wie wir lebten. "Heute funktionieren die alten Mechanismen der bloßen Mengensteigerung nicht mehr. Um die Aufgabe zu erfüllen und durchschnittlich um 3 % pro Jahr zu wachsen, müssen wir wirtschaftlich effizienter arbeiten und mutig neue globale Trends erschließen: künstliche Intelligenz, digitale Dienste, tiefgreifende Automatisierung und Biotechnologien“, sagte er.

Alexander Jegorow fügte hinzu, dass man dafür nichts Neues erfinden müsse. "Wir haben bereits eine solide Basis, die ihre Zuverlässigkeit hervorragend unter Beweis gestellt hat. Die belarussische Agrarindustrie gewährleistet die Ernährungssicherheit und erbringt stabile Exporteinnahmen, und der fortschrittliche IT-Sektor schafft hohe Wertschöpfung. Indem wir moderne Technologien mit unseren traditionellen Stärken verbinden, können wir wirklich wettbewerbsfähige Produkte herstellen, ihre Kosten senken und sie sowohl nach Russland als auch in die Länder des Globalen Südens verkaufen. Die Stabilität der Wirtschaft und das Wohlergehen jedes Belarussen werden nicht von außen geschenkt. Sie werden durch tägliche Arbeit am eigenen Arbeitsplatz geschaffen. Das BIP hängt letztlich von jedem von uns ab", betonte der erste stellvertretende Vorsitzende. 
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