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22 Januar 2026, 17:11

Wirtschaftsminister: BIP-Wachstum für 2026 geplant

MINSK, 22. Januar (BelTA) - In der Fernsehsendung „Aktuelles Interview“ des «Ersten Informationskanals» sprach Wirtschaftsminister Juri Tschebotar über die Pläne für das BIP-Wachstum im Jahr 2026.

Juri Tschebotar berichtete, dass das BIP bis Ende 2025 um 1,3 % gewachsen ist und dabei einen historischen Höchstwert von über 90 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Besonders der Bausektor habe einen wesentlichen Beitrag geleistet. Das Investitionsvolumen sei im dritten Jahr in Folge um mehr als 10 % gestiegen. Zudem wurden über 4,5 Millionen Quadratmeter Wohnfläche fertiggestellt. Die Binnennachfrage habe sich aufgrund steigender Haushaltseinkommen erhöht, was sich positiv auf den Einzelhandelsumsatz ausgewirkt hat.

„Der zweite Faktor für das BIP-Wachstum waren die Exporte“, betonte Juri Tschebotar. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Exporte durch die Erschließung entfernter Märkte, insbesondere asiatischer Länder, zu steigern. Mit Blick auf den mittelfristigen Trend sehen wir bestimmte Faktoren, die zu einer globalen Konjunkturabschwächung beitragen, welche sich auch auf unsere Wirtschaft ausgewirkt hat. Im Laufe des Jahres verzeichneten wir ein gewisses Abflauen des BIP-Wachstums.“

Der Minister erinnerte daran, dass das sozioökonomische Entwicklungsprogramm für 2026-2030 verabschiedet und staatliche sowie branchenspezifische Programme beschlossen wurden. Die Regionen finalisieren derzeit ihre regionalen Programme. Ein Zielplan wurde verabschiedet. Der Schwerpunkt liegt auf qualitativen Indikatoren und Wachstum durch Effizienzsteigerung. „Entscheidend sind Exporte, deren Diversifizierung, Rentabilität und Investitionen. Für die Regionen gibt es zudem vier Indikatoren: das regionale Bruttoinlandsprodukt, Investitionen, Löhne und Finanzstabilität“, so der Minister.

Im Bereich Export wurden jedem Botschafter in seinem Gastland spezifische Ziele zugewiesen. Diese umfassen neben Vertragsabschlüssen auch die Akquise von Investitionen, den Aufbau von Montagewerken und Joint Ventures, die Förderung des Dienstleistungssektors sowie den Abschluss von Abkommen. Auch die für bestimmte Regionen und Länder zuständigen Minister und Verwaltungsbeamten erhielten entsprechende Aufgaben. „Wir erwarten, dass dieser neue Ansatz die Effizienz steigern wird“, betonte Jurij Tschebotar. Besonders sorgfältig wird der Ausbau unserer Präsenz in entfernten Ländern, einschließlich China, geprüft.

Ein weiterer wichtiger Bereich sind Investitionen. „Drei Jahre lang sind wir vor allem durch Infrastrukturinvestitionen gewachsen – in Wohnungsbau, Regionalentwicklung, einschließlich sozialer Infrastruktur und Straßeninfrastruktur. Die Wachstumsraten waren hier dynamischer. Für den kommenden Fünfjahreszeitraum wurde das Konzept überarbeitet, da wir die sogenannte Infrastrukturlücke in den letzten fünf Jahren geschlossen haben. Wir werden uns stärker auf kommerzielle Projekte konzentrieren“, so der Minister.

Er berichtete, dass die Banken eine groß angelegte Werbekampagne für neue Kreditprodukte gestartet haben. Diese sollen die Prioritäten des Fünfjahresplans – Robotik, Tourismusentwicklung und regionale Initiativen – umsetzen.

„Wir haben 170 solcher Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2 Milliarden belarussicher Rubel. Besonders großes Interesse besteht an den tourismusbezogenen Krediten“, bemerkte der Minister. Auch Robotikprojekte stehen zur Debatte.

Laut Juri Tschebotar dürfte das Jahr insgesamt hinsichtlich der Zielerreichung „erfolgreich“ verlaufen, obwohl Herausforderungen prognostiziert werden. „Schnelles Handeln ist auf allen Ebenen notwendig, insbesondere in Unternehmen und im Management“, erklärte er. Im vergangenen Jahr hätten viele Branchen und systemrelevante Unternehmen, die zuvor finanzielle Stabilität nicht erreichen konnten, eine Wende geschafft und Profitabilität erzielt. Dies sei ein entscheidendes Element, das in diesem Jahr unbedingt gefördert werden müsse.
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