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MINSK, 27. März (BelTA) – Belarussische Unternehmen sollten den Mechanismus der finanziellen Unterstützung für industrielle Kooperationsprojekte in der EAWU aktiver nutzen. Das erklärte die stellvertretende Wirtschaftsministerin Alessja Abramenko im Gespräch mit Journalisten in Schymkent (Kasachstan), wo am 26. und 27. März die Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates unter Beteiligung des belarussischen Premierministers Alexander Turtschin stattfindet.
„Heute werden in der Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates Änderungen an der Regelung zur Finanzierung von Projekten der industriellen Kooperation vorgenommen. Die Seiten haben sich darauf geeinigt, die Änderungen in technischen Details abzustimmen. Beispielsweise werden Anträge künftig nicht zweimal jährlich, sondern viermal jährlich eingereicht, da es viele Anträge gibt. Derzeit werden bei der Eurasischen Wirtschaftskommission etwa 14 Anträge geprüft. Sechs wurden bereits genehmigt, mit einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Milliarden russischen Rubel, obwohl der Haushalt für die Jahre 2024–2026 für diesen Posten insgesamt Ausgaben in Höhe von 8,8 Milliarden russischen Rubel vorsieht. Es sind also noch Zweckmittel vorhanden, die speziell für die Finanzierung von Projekten der industriellen Kooperation bereitgestellt werden. Und natürlich gibt es Möglichkeiten für die Teilnahme belarussischer Projekte. Von den erwähnten 14 Projekten sind zwei kasachisch, die übrigen russisch. Belarussische Unternehmen beteiligen sich als Mitausführer an solchen Projekten. Bisher haben sich jedoch keine belarussischen Unternehmen selbst beworben, daher rufen wir alle zur aktiven Teilnahme auf. Wir haben viele Industriezweige, die diese Finanzierung, diese Förderung erhalten könnten“, sagte Alessja Abramenko.
Laut ihr arbeite die Eurasische Wirtschaftskommission daran, diesen Prozess zu vereinfachen und dabei die Besonderheiten der einzelnen Volkswirtschaften zu berücksichtigen. „Alle Volkswirtschaften sind unterschiedlich, jede hat ihre eigenen Besonderheiten – Ressourcen- und Produktionsmöglichkeiten, Potenziale. Es muss daran gearbeitet werden, dass die Besonderheiten jeder Seite berücksichtigt werden. Heute wird dazu ein entsprechender Beschluss des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates gefasst“, so die stellvertretende Ministerin.
Darüber hinaus werde die Frage geprüft, Kooperationsprojekte nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Landwirtschaft zu unterstützen, so sie. „Derzeit werden die rechtlichen Grundlagen sowie Änderungen am Haushalt vorbereitet, um – ähnlich wie in der Industrie – Zweckmittel für die Entwicklung von Projekten im Agrarindustriekomplex bereitzustellen“, informierte Alessja Abramenko.
