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22 April 2026, 22:55

Zahl der Elektroautos in Belarus auf über 54.000 gestiegen

MINSK, 22. April (BelTA) – Energieminister Denis Moros hat auf der Sitzung des Rates für nachhaltige Entwicklung über die Auswirkungen des belarussischen Kernkraftwerks auf die Wirtschaft und den Alltag der Menschen berichtet.

„Das Kernkraftwerk hat die Energieversorgung unseres Landes maßgeblich beeinflusst. Die Inbetriebnahme dieser Anlage hat die Struktur der Energiebilanz grundlegend verändert. Derzeit werden 40 Prozent der gesamten in Belarus verbrauchten elektrischen Energie im Kernkraftwerk erzeugt. Das trägt erheblich zur Senkung unseres Erdgasverbrauchs und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei – und leistet damit einen Beitrag zur grünen Agenda weltweit. Der Bau des Kernkraftwerks hat auch die Energieinfrastruktur verändert. Um die Anlage zu errichten und in Betrieb zu nehmen, mussten mehr als 1.700 Kilometer Hochspannungsleitungen modernisiert werden. Das Vorhandensein einer leistungsstarken, zuverlässigen und sicheren Energiequelle hat auch andere Branchen beeinflusst: Industrie, Bauwesen, Wissenschaft und Medizin“, sagte Denis Moros.
Er berichtete auch, wie sich die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks auf den Alltag der Menschen auswirkt. „Allein in der vergangenen Fünfjahresplanperiode wurden in unserem Land mehr als zwei Millionen Quadratmeter Wohnraum mit Elektroheizung in Betrieb genommen. Ein solches Ausmaß gab es früher nicht. Was die einzelnen Haushalte betrifft, so haben die Energieversorger bisher mehr als 164.000 technische Anschlussbedingungen für die Nutzung von elektrischer Energie zu Heiz- und Warmwasserzwecken in Einfamilienhäusern ausgestellt. Das bedeutet, dass es heute in Belarus mehr als 160.000 Haushalte gibt, die täglich elektrische Energie zum Heizen, Kochen und zur Warmwasserbereitung nutzen. Sie spüren den Effekt der Inbetriebnahme des belarussischen Kernkraftwerks direkt bei sich zu Hause“, betonte der Minister.

„Seit der Inbetriebnahme des Kernkraftwerks beobachten wir im Land ein explosionsartiges Wachstum der Zahl von Elektroautos. Ihre Zahl verdoppelt sich jedes Jahr. Heute fahren mehr als 54.000 Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen. Parallel dazu entwickelt sich die Ladeinfrastruktur. Derzeit sind landesweit mehr als 2.200 Ladestationen in Betrieb. Damit geben wir uns nicht zufrieden, sondern haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 die Zahl der Elektrofahrzeuge auf 300.000 zu steigern“, wies der Energieminister hin.

Darüber hinaus seien durch die Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner, der Staatskorporation Rosatom, weitere Technologien nach Belarus gekommen. „Zum Beispiel die industrielle Zusammenarbeit und die Gründung eines gemeinsamen Zentrums für additive Technologien, das Industriebetrieben hilft, komplexe Geräte herzustellen. Eine intensive Zusammenarbeit mit der Staatskorporation gibt es auch im Bereich der Digitaltechnologien. Gemeinsam entwickeln wir digitale Zwillinge und Simulatoren für nichtnukleare Energieanlagen in unserem Land. Das Vorhandensein einer zuverlässigen Energiequelle hat auch Hochtechnologien aus dem IT-Bereich ins Land gebracht. Wir haben leistungsstarke Rechenzentren, die heute in unserem Land arbeiten und der Wirtschaft nutzen“, machte Denis Moros aufmerksam. 

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