MOSKAU, 27. März (BelTA) – Der Eurasische Zwischenstaatliche Rat, dessen Sitzung am 26. und 27. März in Schymkent (Kasachstan) unter Beteiligung des belarussischen Premierministers Alexander Turtschin stattfand, prüfte den Bericht der Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK) „Über die makroökonomische Lage in den Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion und Vorschläge zur Gewährleistung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung“.
„Zum Jahresende 2025 stieg das Gesamt-BIP der Union um 1,7 %. Dabei lagen die Wachstumsraten in Kirgisistan, Armenien und Kasachstan mit 11,1 %, 7,2 % bzw. 6,5 % deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Den größten Beitrag zur Entwicklung leisteten der Dienstleistungssektor, das Baugewerbe und der aktive Binnenkonsum vor dem Hintergrund einer rekordtiefen Arbeitslosigkeit“, hieß es bei der EAWK.
In dem Bericht wird festgestellt, dass die systematischen Maßnahmen der nationalen Banken und der EAWK es ermöglicht haben, den Inflationsdruck in der EAWU einzudämmen. Zum Jahresende sank die durchschnittliche Inflationsrate in der Union von 9 % auf 6,5 %. „Dazu trugen die Geldpolitik einzelner Länder der Union sowie die Einführung von Zollvergünstigungen für die Einfuhr von Lebensmitteln und Energieträgern auf EAWU-Ebene bei“, wies die Pressestelle darauf hin.
„Das Handelsvolumen innerhalb der EAWU belief sich im Jahr 2025 auf 95,1 Mrd. US-Dollar, wobei das Wachstum im vierten Quartal 5,9 % erreichte, was die Grundlage für eine positive Entwicklung im Jahr 2026 schuf. Es wird ein Anstieg des Handelsvolumens um 6,3 % auf 101,1 Mrd. US-Dollar erwartet. Zur Förderung des Handels werden systematische Maßnahmen zur Beseitigung von Marktzugangsbarrieren, zur Harmonisierung nichttarifärer Regulierungen und Verwaltungsverfahren sowie zur Entwicklung eines integrierten Informationssystems der EAWU ergriffen. „Zudem werden in der EAWU einheitliche Regeln für den grenzüberschreitenden elektronischen Handel geschaffen“, betonte die EAWK.
„Das Wachstum des Gesamt-BIP der EAWU-Staaten wird für die Jahre 2026–2027 auf durchschnittlich etwa 2,5 % pro Jahr prognostiziert. Um langfristige Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wird in der Eurasischen Wirtschaftskommission aktiv daran gearbeitet, das Produktionspotenzial auszubauen, die Arbeitskräftemobilität zu fördern und die internen Finanz- und Handelsbeziehungen innerhalb der Union zu stärken“, fügte die Pressestelle hinzu.
Der Bericht „Über die makroökonomische Lage in den Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion und Empfehlungen zur Gewährleistung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung“ wird jährlich im Auftrag des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates erstellt.
