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17 November 2021, 09:04

„Das ist die erste warme Nacht seit vielen Tagen“, freuen sich die Flüchtlinge

GRODNO, 17. November (BelTA) - Für viele Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze sei diese Nacht seit vielen Tagen die erste Nacht unter einem Dach, sagten sie einem BELTA-Berichterstatter. Am 16. November hat Präsident Alexander Lukaschenkoden Gouverneur der Region Grodno, Wladimir Karanik, und den Präsidentenberater und Inspektor für die Region, Juri Karajew, mit der Vorbereitung eines Transport- und Logistikzentrums in der Nähe des Grenzübergangs „Bruzgi“ für die vorübergehende Unterkunft von Flüchtlingen beauftragt.

Den Flüchtlingen wurde angeboten, statt des Grenzlagers nahe der polnischen Grenzlinie in einem gedeckten Raum untergebracht zu werden. Der Grund für diese Entscheidung war in erster Linie die Sorge um die Sicherheit der Menschen: Übernachtungen bei kaltem Wetter, insbesondere nach einem eisigen Wasserwerferregen von polnischen Sicherheitskräften, hätten sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Rund 1.000 Flüchtlinge – darunter viele Familien mit Kindern – haben sich bereit erklärt, ins Transport- und Logistikzentrum zu ziehen. Die Flüchtlinge wurden mit Matratzen, trockener und warmer Kleidung und warmen Mahlzeiten versorgt. Heute ist ihr erster Morgen im Warmen. Die Stimmung vieler Menschen ist optimistisch. "Danke, Belarus! Es war ein großartiger Abend. Es war warm, trocken und wir haben gegessen. Wir sind sehr froh. Zum ersten Mal konnte ich schlafen", sagt einer der Flüchtlinge.

Eine der Mütter erzählte, dass sie sich in erster Linie für die Kinder freute. "Endlich waren sie unter normalen Bedingungen. Es ist die erste Nacht seit Tagen, in der es warm ist, und wir ein Dach über dem Kopf haben", sagt sie. Unter komfortablen Bedingungen wollen die Flüchtlinge abwarten, bis sich die Situation geklärt hat.

"Wir werden nicht in den Irak zurückkehren. Dort ist es sehr schlimm. Um der Zukunft unserer Kinder willen wollen wir nach Deutschland gehen", sagen sie und danken den Belarussen für ihre Sorge.

Eine Zeltkantine wird die Flüchtlinge mit warmen Mahlzeiten versorgen: Das Frühstück wird bald serviert. Auch an Trinkwasser mangelt es niemandem. Die Bio-Toiletten sind aufgestellt. Die Flüchtlinge versprechen, für Ordnung zu sorgen, und werfen ihren Müll in Müllbehälter.

In der Nähe des Logistikzentrums haben Ärzte 24 Stunden Dienst. In der Nacht hatten sie genug Arbeit. Die Menschen wendeten sich wegen der Unterkühlung: laufende Nase, Halsschmerzen, Husten, Nierenschmerzen. Die Menschen klagten auch über Gesundheitsprobleme, die durch von den polnischen Sicherheitskräften eingesetzte Sondermittel verursacht sind.

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