Mobile Version
Projekte
Services
Staatsorgane
Waleri Woronezki

Belarus hat allen Grund für visafreien Reiseverkehr mit der EU

Meinungen 03.10.2019 | 11:43
Waleri Woronezki Waleri Woronezki Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für internationale Angelegenheiten

Belarus hat allen Grund für visafreien verkehr mit der Europäischen Union. Diese Meinung äußerte der Vorsitzende des Ständigen parlamentarischen Ausschusses für internationale Angelegenheiten Waleri Woronezki beim TV-Sender „Belarus 1.“

„Die Unterzeichnung des Visa-Abkommens mit der EU würde davon zeugen, dass die Europäische Union an einer breit angelegten Zusammenarbeit mit Belarus interessiert wäre. Tritt das Abkommen in Kraft, werden die wirtschaftlichen Kontakte zwischen Belarus und der EU stärker. Es wird mehr Projekte und Programme in den Bereichen Bildung und Kultur geben. Bislang handelt es sich dabei nur um die Senkung der Visagebühr von 60 auf 35 Euro. Belarus hat schon lange die visafreie Einreise für die EU-Bürger möglich gemacht, deshalb sind wir in diesem Sinne viel offener. Ich würde erwarten, dass die EU nicht über die Senkung der Visagebühr, sondern überhaupt über die Abschaffung von Visen für belarussische Bürger nachdenken würde. Besonders wenn man berücksichtigt, dass unser Staat im GUS-Raum die meisten Visen je 100.000 Bürger erteilt bekommt und die wenigsten Absagen hat. Nach den geltenden EU-Richtlinien hat Belarus allen Grund für visafreien Verkehr mit der EU. Ich glaube, dass die Europäische Union diese Option sehr ernst betrachten sollte“, sagte Waleri Woronezki.

Der Ausschussvorsitzende sprach sich auch in Bezug auf die Zukunft der Eurasischen Wirtschaftsunion aus. Beim EAWU-Gipfel seien viele Gedanken geäußert worden, dass der Handel innerhalb der Union und mit den Drittstaaten geschrumpft sei. „Das zeugt davon, dass es im Großhaus Eurasien noch viele Probleme gibt. Nicht alles läuft da wie am Schnürchen. Angesichts des nationalen Egoismus der EAWU-Länder und protektionistischen Denkens und Handelns internationaler Entscheidungsträger wird die Forderung nach einer stärkeren Rolle der Eurasischen Wirtschaftskommission und des EAWU-Gerichts immer offensichtlicher“, glaubt er.

Als Vorbild für feste Beziehungen zwischen zwei Staaten führte Woronezki die Belarus-Ukraine-Beziehungen an. „Die beiden Staaten haben einen Fahrplan für handle und Wirtschaft unterzeichnet und streben ein Volumen von $8 Milliarden an. Das Forum in Schytomyr kann zu diesem Ziel viel beitragen. Die EAWU kann von uns viel lernen. Die Eurasische Wirtschaftsunion besteht aus konkreten Institutionen und einer Vielzahl von internationalen Beamten – aber die erwarteten Effekte bleiben aus. Belarus und die Ukraine haben keine Institutionen, dafür aber gute Beziehungen zwischen den Staaten und einen Willen, Handel und Wirtschaft anzukurbeln. Es wäre gut, wenn wir auch mit den anderen Staaten der EAWU das $8-Mrd.-Volumen erreichen könnten“, resümierte Woronezki.

Druckversion
Letzte Nachrichten
Alle Nachrichten
Wetter
Minsk
Baranowitschi
Bobruisk
Borissow
Brest
Warschau
Vilnius
Witebsk
Gomel
Grodno
Shlobin
Kiew
Kiew
Lida
Minsk
Mogiljow
Mogiljow
Mosyr
Moskau
Orscha
Polozk
Riga
Sankt Petersburg
Soligorsk
Soligorsk