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25 Juni 2021, 10:26
Alexej Dsermant

Belarus steht auf dem Plan der globalen Konfrontation zwischen Westen und Russland

Alexej Dsermant
Alexej Dsermant
Politischer Analytiker

MINSK, 25. Juni (BelTA) – Der Plan einer globalen Konfrontation zwischen Westen und Russland/China sieht nach einem neuen Kalten Krieg aus und enthält das belarussische Szenario (Versuch einer Farbrevolution, Verschwörung, Sanktionskrieg gegen das Land). Diese Meinung äußerte politischer Analytiker Alexej Dsermant in seinem Telegram-Kanal.

„Der Westen braucht mit der Zerschlagung des belarussischen Vorpostens ein Beispiel zu etablieren. Über sein Agenturnetz in Russland versucht der Westen eine Idee durchzusetzen, dass Russland die Unterstützung von Belarus viel zu teuer zu stehen kommen wird und dass dies für den östlichen Partner eine große Belastung ist, die die Beziehungen zum Westen verschlechtert. Deshalb sollte lieber ein gemeinsamer Versuch unternommen werden, den Machtwechsel in Belarus zu organisieren“, sagte der Experte.

Aus seiner Sicht handele es sich um einen schlauen, aber nachvollziehbaren Einfall: Nur Minsk steht den westlichen Plänen um Moskau im Wege.

„Der Druck auf uns wird in naher Zukunft sehr stark sein, der Vorfall mit dem britischen Schiff bestätigt dies, und etwas Ähnliches wird leider immer wieder stattfinden. Und unsere Antwort sollte sein, die militärisch-politische Allianz und die industrielle Zusammenarbeit zu stärken“, sagte Alexej Dsermant.

Er ist der Meinung, Belarus sollte auf westliche Sanktionen eine angemessene Antwort vorbereiten, dabei eine solche, dass die Gegner keine Illusionen mehr haben sollen, dass sie uns irgendwie brechen können.

Was könnte diese Antwort beinhalten:

1. Die Sicherheitskooperation mit der EU auf ein Minimum reduzieren. Insbesondere mit den Nachbarstaaten und vor allem in Bezug auf die Grenzkontrolle. Migrantenströme, Drogenhandel, Schmuggel - all das sollte jetzt mehr die EU beschäftigen und nicht Belarus. Deshalb sollte sich der Westen darum mehr Sorgen machen und Geld ausgeben.

2. Humanitäre Zusammenarbeit unterbrechen. Westliche NGOs, auf irgendwelche Weise etwas mit Politik, Kultur, Bildung, Mediensphäre zu tun haben, sollen geschlossen werden. Genauso wie die Medien, die aus dem Westen finanziert werden. Ausstieg aus dem Bologna-Abkommen.

3. Wirtschaft: Transit durch baltische Staaten minimieren, Vermögenswerte westlicher Konzerne verstaatlichen.

4. NATO-Gegner in Europa aktiv unterstützen. Eine geeignete politische und mediale Infrastruktur schaffen.

5. Ideologischer Kampf. Westliche Werte und politische Systeme müssen gründlich und effektiv kritisiert werden. Vor allem soll ihre Minderwertigkeit und Rückständigkeit gezeigt werden ebenso wie die Unmöglichkeit ihrer Umsetzung in Belarus.

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