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24 März 2020, 14:26
Alexej Awdonin

Belarus trifft vernünftige Entscheidungen in Wirtschaft angesichts der Corona-Krise

Alexej Awdonin
Alexej Awdonin
Analyst des Belarussischen Instituts für strategische Forschungen

MINSK, 24. März (BelTA) – Belarus trifft vernünftige Entscheidungen in der Wirtschaft angesichts der Corona-Krise. Diesen Standpunkt äußerte der Analyst des Belarussischen Instituts für strategische Forschungen, Alexej Awdonin.

Die belarussische Regierung berät Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Unternehmen. Im Parlament werden Vorschläge zur Milderung der Folgen der Corona-Krise auf die Wirtschaft vorbereitet. Man will den Betrieben Steuerferien und den Menschen, die Kredite aufgenommen haben, Kreditferien gewähren. „Belarus trifft die vernünftigsten und durchdachten Entscheidungen“, unterstrich der Analyst.

„Es ist wichtig, medizinische Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Infektion und Pressemitteilungen abzugrenzen. In Asien, Europa, den USA kommt man zum Ergebnis, dass harte Einschränkungen, die mit Quarantäne bei Betrieben, Reduzierung des Flugverkehrs zusammenhängen, auf der Panikwelle ergriffen wurden“, machte Alexej Awdonin aufmerksam.

In den USA wird zum Beispiel eine wesentliche BIP-Senkung im zweiten Quartal prognostiziert. Nach verschiedenen Einschätzungen liegt die Arbeitslosigkeit bei 20-30%, was mit den Jahren der Großen Depression verglichen werden kann. „Die Behörden fürchten sich davor. Beliebige wirtschaftliche Katastrophen führen zu sozialen Problemen. Die Kriminalität nimmt überhand. In den USA versteht man, dass harte Maßnahmen erforderlich sind, um eine Produktionsrezession, Insolvenz der Betriebe, große Arbeitslosigkeit nicht zuzulassen“, betonte der Analyst des Belarussischen Instituts für strategische Forschungen. Die amerikanischen Behörden spielen nach der Schadensbewertung durch Stillstand zurück. Heute erklärte der amerikanische Präsident, Donald Trump, beim Briefing im Weißen Haus, dass Anfang nächster Woche über die Aufnahme der Arbeit der Betriebe beschlossen wird. Er sagte, dass Amerika bald wieder offen für Business steht. Außerdem berät Washington kein weiteres Einreiseverbot wegen Coronavirus und will die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes nicht begrenzen. Zur Bekämpfung der negativen Folgen müssen die Behörden und das Federal Reserve System den Finanzsektor mit Dollars sättigen. Innerhalb der Woche belief sich der Betrag auf $356 Mrd. Das Zentralbank-System hat keine ähnlichen Maßnahmen seit seiner Gründung ergriffen.

In der ganzen Welt versteht man, dass es wichtig ist, keine Wirtschaftsrezession nach Coronavirus und Panik zuzulassen. „Das begreift man nicht nur in den USA, sondern auch in der Europäischen Union, die etwa 40 Mrd. Euro den Wirtschaften bewilligen wird, die am meisten betroffen wurden“, bemerkte Alexej Awdonin. Wesentliche Fördermittel stehen für Tourismus zur Verfügung. Dafür kommen die Regierungen, Bankstrukturen sowie große Unternehmen auf.

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