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02 Oktober 2020, 18:23
Igor Marsaljuk

Hauptprinzipien für Auslandsmedien in Belarus sollen Objektivität und Unparteilichkeit sein

Igor Marsaljuk
Igor Marsaljuk
Vorsitzender der Ständigen Kommission für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Repräsentantenkammer

MINSK, 2. Oktober (BelTA) – Die ausländischen Massenmedien in Belarus sollen in ihrer Arbeit von zwei wichtigen Prinzipien leiten lassen: Objektivität und Unparteilichkeit. Diese Meinung äußerte Igor Marsaljuk, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Bildung, Kultur und Wissenschaft in der Repräsentantenkammer, der Telegraphenagentur BelTA. So kommentierte er die Entscheidung des Außenministeriums zur Re-Akkreditierung ausländischer Journalisten.

„Wenn ein angesehenes ausländisches Massenmedium zum Pressesprecher einer Mikropartei oder eines öffentlichen Vereins mit äußerst regierungskritischem Gedankengut mutiert, so kann diese Situation als Informationskrieg bewertet werden. Das soll man im Keim ersticken“, zeigte er sich überzeugt.

„Wenn es dem Westeuropa und den USA an eigenen Korrespondenten mangelt, so dass sie auf die Fachkräfte vor Ort setzen müssen, dann sollten die lokalen Journalisten zumindest als neutrale Beobachter auftreten und nicht als politisch engagierte Vertreter umstrittener Parteien und Gruppierungen. Wir wollen uns nicht mehr gefallen lassen, dass Menschen, die unsere Verfassungs- und Staatsordnung jahrzehntelang innig hassen, auf einmal Strömen von Dreck, Lügen und Fake News auf uns niederwerfen“, sagte der Abgeordnete.

Seiner Meinung nach sollten die Massenmedien nicht zum Mittel einer profanen politischen Propaganda werden und nur Hass predigen. „Es geht aber auch nicht darum, dass man uns nur Lob um den Mund schmieren soll. Die Berichterstattung soll unvoreingenommen sein und eine vielseitige Perspektive bieten. Wer einseitig informiert, bringt die nationale Sicherheit des Landes in Gefahr. Dem soll man natürlich mit allen verfügbaren gesetzlichen Mitteln entgegenwirken“, meint Marsaljuk.

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