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05 Januar 2021, 18:09
Irina Starowoitowa

Hochschulen müssen zu Treibern für innovative Entwicklung von Regionen werden

Irina Starowoitowa
Irina Starowoitowa
Erste Vizeministerin für Bildung

MINSK, 5. Januar (BelTA) – Belarussische Hochschulen müssen zu Treibern für innovative Entwicklung von Regionen werden. Diese Meinung äußerte Irina Starowoitowa, erste Vizeministerin für Bildung, beim Besuch der Staatlichen Pädagogischen Schamjakin-Universität in Mosyr.

„Die Erfolge des Landes haben wir in vielerlei Hinsicht unserer Bildung zu verdanken. Bleibt das Bildungssystem stabil, bleiben alle staatlichen Strukturen beständig, die wirtschaftlichen und die gesellschaftlichen. Die Hochschulen müssen dabei eine führende Rolle einnehmen – ihnen obliegt es, zu Treibern für innovative Entwicklung von Regionen zu werden. Die Hochschulen müssen Anregungen für innovative Ideen liefern, die später ihren Niederschlag in den sozialen und wirtschaftlichen Projekten finden“, sagte Starowoitowa.

Im Jahr 2020 habe das belarussische Bildungssystem einige Strapazen auf sich genommen, sagte die erste Vizeministerin. „Aber gleichzeitig war das ein Jahr der neuen Erfahrungen. Wir haben uns ein großes methodisches Knowhow für Online-Unterricht angeeignet. Wir haben endlich ein neues Leben in die bereits existierenden elektronischen Dienste und Plattformen an Hochschulen eingehaucht. Das Hochschulpersonal verfügt über die notwendigen Kompetenzen für den Einsatz von Informationstechnologien im Unterricht. Wer nicht genügend qualifiziert war, konnte schnell im Rahmen unseres Fortbildungsangebots die erforderlichen Fertigkeiten aneignen“, führte sie aus.

Seit 2018 wird in Belarus mit dem Projekt „Digitale Universität“ eine breite digitale Transformation von Hochschulen vollzogen. „Das Bildungsministerium erarbeitete gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium methodische Hilfen, um die schwere Corona-Zeit zu überbrücken. Diese Anweisungen bezogen sich auf den Bildungsprozess selbst und auf die Hygienemaßnahmen. Auf Grundlage dieser methodischen Anweisungen haben die Rektorate einzelner Hochschulen ihre spezifischen Handlungsmuster entwickelt und Auflagen erarbeitet. Wir haben einmalige Erfahrungen gesammelt. Wir haben gesehen, wie am effektivsten die beiden Unterrichtsformen – Präsenz-Unterricht und Online-Unterricht – zu kombinieren sind.“

Die erste Vizebildungsministerin machte darauf aufmerksam, dass jede Online-Arbeit höchste Selbstkonzentration und Selbstständigkeit erfordert. „Nicht jeder Student besitzt diese Eigenschaften. Geschweige denn die Schüler. Wir haben ab 1. Januar 2021 eine digitale Plattform für Sekundärbildung ins Leben gerufen: diese elektronische Testplattform akkumuliert die besten methodischen Praktiken und Hilfen, von Videomaterial über Aufgaben und Tests bis hin zu didaktischen Tipps. Diese Plattform steht in erster Linie jenen Schulkindern zur Verfügung, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen viel Unterrichtsstoff versäumt haben. Der Zugang zur Plattform ist frei und zu jeder Zeit möglich“, resümierte sie.

Beim runden Tisch tauschte sich Irina Starowoitowa mit den Studenten der Hochschule über die aktuellen Fragen, allgemeine Richtungen und Entwicklungstendenzen der Hochschulbildung aus. Die Beamtin machte sich mit dem technischen Stand der Universität und der Ausbildung von Wissenschaftlern und Hochschullehrern vertraut. An der Hochschule sind 2826 Studenten, 59 Magisterstudenten immatrikuliert. Das Promotionsstudium gliedert sich in 6 Fachbereiche.

Die Staatliche Pädagogische Schamjakin-Universität Mosyr zählt zu den führenden Hochschulen und Kulturzentren der Region Polesje. 2019 feierte die Hochschule ihr 75.-jähriges Bestehen. In dieser Zeit haben rund 40 000 hochqualifizierte Fachkräfte diese Universität absolviert – darunter sind Staatspersonen, Doktoren und Professoren, olympische Sieger, Personen des öffentlichen Lebens und Staatsfunktionäre.

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