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Hiroki Tokunaga

Japanischer Botschafter über Zusammenarbeit mit Belarus und bevorstehende Olympiade

Meinungen 31.12.2019 | 13:07
Hiroki Tokunaga Hiroki Tokunaga Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter Japans in Belarus

Das vergangene Jahr setzt Zeichen für den Kooperationsausbau zwischen Belarus und Japan. In Minsk wurde die Botschaft eröffnet, die Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter Hiroki Tokunaga leitet. Im Interview mit einem BelTA-Korrespondenten fasste er vor dem Neujahr die Ergebnisse der bilateralen Zusammenarbeit zusammen, erzählte über das Restaurant der belarussischen Küche in Tokio sowie seine Erwartungen von der bevorstehenden Olympiade.

BelTA: Herr Botschafter, was bildet für sie die Grundlage für belarussisch-japanische Zusammenarbeit in diesem Jahr?

Hiroki Tokunaga: Ich möchte betonen, dass das Jahr 2019 an Ereignissen reich war. In erster Linie möchte ich auf den Beschluss der japanischen Regierung im Januar hinweisen, die Botschaft in Minsk zu eröffnen. In dem Zusammenhang wurde ich im September zum ersten Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter Japans in Belarus mit der Residenz in Minsk ernannt. Ich bin sicher, dass die Erhöhung des Status der diplomatischen Mission eine intensivere Tätigkeit ermöglicht.

Im Juni besuchte der Helfer des japanischen Premiers für Diplomatie und Sicherheit, Kentaro Sonoura, Minsk während der Durchführung der 2. Europaspiele in Belarus. Er hat auch den belarussischen Außenminister, Wladimir Makej, getroffen. Das Mitglied des japanischen Ministerkabinetts, Wiederaufbauminister Hiromichi Watanabe, war in Belarus erstmals zu offiziellem Besuch. Er hat auch den belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, getroffen. Der Minister leitet auch die parlamentarische Freundschaftsgruppe „Japan-Belarus“. Auf seine Einladung besuchte der belarussische Minister für Notsituationen, Wladimir Waschtschenko, Japan.

BelTA: Wie werden die Wirtschaftskontakte ausgebaut?

Hiroki Tokunaga: Im Mai wurde in Japan der Chinesisch-belarussische Industriepark „Great Stone“ und Wirtschaftsmöglichkeiten des Gebiets Minsk präsentiert, das japanische Investitionen heranziehen will. Im September fand in Minsk das Industrieforum statt, an dem viele japanische Unternehmer teilnahmen. Ich möchte daran erinnern, dass viele japanische IT-Spezialisten Belarus vom August bis zum September besuchten.

Den statistischen Angaben der belarussischen Seite nach wuchsen die Lieferungen belarussischer Milcherzeugnisse nach Japan an.

Die Staaten kooperieren auch in anderen Bereichen. Die japanische Regierung verwirklicht erfolgreich seit 2004 das Programm zur Gewährleistung der Sicherheit des Menschen. Zurzeit sind schon über 50 Projekte für über $4 Mio. umgesetzt. Die meisten Projekte sollten den medizinischen Einrichtungen bei der Anschaffung von medizinischen Anlagen helfen. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal das Projekt in Sozialbranche verwirklicht. Die japanische Botschaft will Belarus bei der Erreichung der UN-Ziele der nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Deshlab setzen wir dieses Programm auch künftig fort.

Ich kann mit Zuversicht sagen, dass die Kontakte zwischen unseren Staaten aktiv ausgebaut wurden. Das ist keine drastische Entwicklung. Jährlich steigt jedoch die Anzahl der japanischen Touristen in Belarus an, Wirtschaftsentwicklung wird ausgebaut. 2019 konnten wir diesen Trend fortsetzen. Ich denke, dass wir auch 2020 dabei bleiben.

BelTA: Welche Aufgaben setzen sie für das nächste Jahr bei der Entwicklung von bilateralen Kontakten?

Hiroki Tokunaga: Eine der wichtigsten Aufgaben für das nächste Jahr ist die Durchführung von hochrangigen Besuchen für eine engere Zusammenarbeit zwischen unseren Staaten.

Ich hoffe auf intensive Kontakte in Wirtschaft. Es ist möglich, dass japanische und belarussische Betriebe in der ersten Hälfte 2020 den Vertrag über gegenseitig vorteilhafte Investitionen unterzeichnen. Einstweilen will ich nicht die Betriebe nennen, aber ich hoffe, dass dieses Projekt zu einem guten Vorbild für Unternehmer beider Staaten wird. Ich rechne auch mit wesentlichen Resultaten im Bereich der IT-Technologien.

Außerdem gibt es in Japan Betriebe, die an Lieferungen belarussischer Milcherzeugnisse interessiert sind.

BelTA: Weiß man etwa über die Vorteile der belarussischen Produkte auf dem japanischen Markt Bescheid?

Ich möchte Belarussen darum bitten, sich tatkräftiger auf dem japanischen Markt zu etablieren, die Japaner durch ihr Land zu faszinieren. Ich denke, dass die meisten Belarussen sehr bescheiden sind und zu wenig Werbung machen.

In Tokio gibt es ein Restaurant der belarussischen Küche in Minsk. Dort gibt es immer sehr viele Menschen und es ist ziemlich schwierig, sich einen Tisch zu reservieren. Japanern gefällt die belarussische Küche. Japanischer Markt steht offen für belarussische Waren. Wenn man sich nicht tatkräftig etabliert, kann man im Wettbewerb verlieren, weil es sehr viele Waren aus der ganzen Welt im Land gibt.

BelTA: 2020 finden in Tokio die Olympischen und Paralympischen Spiele statt…

Hiroki Tokunaga: Ich bin sicher, dass es eine gute Chance ist, Japan und der ganzen Welt über Belarus zu berichten. Ich hoffe, dass belarussische Sportler würdige Ergebnisse erzielen. Ich interessiere mich für die belarussische Gymnastin, Jekaterina Galkina, und werde mich sehr freuen, wenn sie eine Medaille holt. Ich möchte auch, dass eine große Anzahl von Belarussen Japan im nächsten Jahr besucht. Japan verbindet sowohl alte Kultur, als auch modernste Technologien. Ich möchte, dass sie diese Vielfalt mit eigenen Augen sehen.

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