Projekte
Services
Staatsorgane
Mittwoch, 2 Dezember 2020
Minsk 0°C
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Meinungen
06 November 2020, 16:51
Nikolai Schtschokin

Man muss der Ideologie der Zerstörung des Staates ein Ende bereiten

Nikolai Schtschokin
Nikolai Schtschokin
Dozent am Institut für Philosophie und Sozialwissenschaften, BGU

MINSK, 6. November (BelTA) – Es ist unsere Pflicht, der Ideologie der Zerstörung des Staates ein Ende zu bereiten. Diese Meinung äußerte Dr. Nikolai Schtschokin, Abteilungsleiter für Verwaltungssoziologie am Institut für Sozialwissenschaften bei NAN, im Interview mit BelTA.

„Nur ein funktionstüchtiger Staat kann effektiv sein. Belarus hat eine klare politische Position, die sich auf folgende Säulen stützt: Souveränität, Unabhängigkeit, Sicherheit und nationales Demokratie-Modell. Belarus bekennt sich zu einer wirksamen Staatsideologie, die Behauptung der nationalen Interessen und den Schutz des Menschenlebens als Grundprinzipien betrachtet. Die belarussische Gesellschaft hat ihre Auffassung von Demokratie: Verantwortung statt Vernichtung des Staates“, glaubt Schtschokin.

Die EU fährt eine Politik der Sanktionen und Anschuldigungen gegenüber Belarus und ist in ihrem Handeln nicht mehr aufzuhalten, sagte der Experte. „Wir sehen, wie der Westen die aktuelle Situation nutzt, um die Partie in zwei Zügen zu beenden: Er will die legitim gewählte Staatsmacht in Belarus nicht anerkennen, stellt Ultimaten und setzt langfristig auf die Aufstachlung zum Bürgerkrieg. Der Westen spielt also ein breit angesetztes und tief gestaffeltes politisches Spiel zur Diskreditierung des Präsidenten und somit der gesamten Staatsverwaltung. Mehr noch. Ich glaube, dass Belarus durchaus berechtigt ist, die Frage nach Staatsterrorismus und Provokation seitens Polen und Litauen in den UN-Sicherheitsrat einzubringen“, betonte der Wissenschaftler.

Die Gesellschaften verändern sich ständig. Das ist eine historische Notwendigkeit. Jede Transformation stellt den Staat vor einer wichtigen Aufgabe, die Grundpfeiler der Gesellschaftsordnung und die Ideologie der Staatsverwaltung aufrechtzuerhalten. Diese Aufgabe lautet: starke Präsidentenmacht vom Volk und für das Volk. Als vom ganzen Volk gewählter Präsident hat Alexander Lukaschenko die Funktion, die Stabilität und Sicherheit der Staatsbürger zu gewährleisten. Und wenn der kollektive Westen irgendwelche Interessen hat, mögen sie aus der Tasche der westlichen Steuerzahler finanziert werden und nicht auf Kosten unseres Landes“, zeigte sich Schtschokin überzeugt. „Jede freie Gesellschaft soll Möglichkeiten anbieten und Einschränkungen verhängen, will sie eine Zukunft haben. Gerade deshalb hat der belarussische Staat nach seiner Unabhängigkeitserklärung vor 25 Jahren einerseits die Dialogbereitschaft erklärt und andererseits einen Mechanismus eingeführt, um seine Interessen auf der Weltarena hart und konsequent durchzusetzen und jede Einmischung in innere Angelegenheiten mit dem Ziel eines Staatsstreichs oder der Einrichtung der 5. Kolonne zu unterbinden.“

Nur Verbrecher können darum bitten, die Heimat zu vernichten und auszuplündern, um eigene politische Ambitionen zu befriedigen. „Das Ziel und der Sinn der Arbeit eines Staatsmannes besteht darin, den Staat zu festigen“, resümierte Nikolai Schtschokin.

Letzte Nachrichten aus Belarus