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Igor Marsaljuk

Masterplan für Informations-sicherheit soll vor Geschichts-fälschungen schützen

Meinungen 12.03.2019 | 18:18
Igor Marsaljuk Igor Marsaljuk Vorsitzender der Ständigen Kommission für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Repräsentantenkammer

MINSK, 12. März (BelTA) – Mit dem Masterplan für Informationssicherheit, dessen Entwurf heute in der Sitzung des Sicherheitsrates in Minsk diskutiert wurde, soll die belarussische Geschichte vor Fälschungen geschützt werden. Darüber hinaus soll er dazu dienen, dass Belarussen als Nation stärker werden. Diese Meinung äußerte Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Bildung, Kultur und Wissenschaft in der Repräsentantenkammer Igor Marsaljuk.

Der Abgeordnete war unter den Experten, die sich mit der Entwicklung des Masterplans für Informationssicherheit beschäftigten. „Das ist eine superneue und superrevolutionäre Idee, die es vorhin in derart Ausprägung nicht gab“, sagte der Parlamentarier. Der Masterplan trage den nationalen Besonderheiten des Landes vollkommen Rechnung. Eines der Kapitel behandele die traditionellen Werte des belarussischen Volkes. „Ohne historische Politik ist ein nachhaltiger Aufbau des Landes nicht möglich. Der Staat führt eine zielgerichtete nationale historische Politik durch, stärkt und verbreitet die nationale Konzeption der belarussischen Geschichte und erzählt darüber sowohl innerhalb als auch außerhalb von Belarus“, bemerkte Igor Marsaljuk.

Der Masterplan richtet sich auf die Gewährleistung des in der Verfassung verankerten Rechts auf einen freien Zugang der Bürger zur Information und auf den Schutz vor gefälschten Informationen oder Lüge. „Es dürfen mehrere Meinungspunkte sein. Es gibt viele Themen auf der politischen oder wirtschaftlichen Tagesordnung, mit denen man sich kontrovers auseinandersetzen kann. Aber niemand hat das Recht auf Lüge oder auf gefälschte Statements, in denen behauptet wird, dass das belarussische Volk nie existierte und dass die belarussische Nation und der belarussische Staat nur Fake sind. Es gibt halt Tabu-Themen“, betonte Marsaljuk.

Der Abgeordnete erklärte, warum man sich in der Epoche moderner Informationskriege mit diesen Themen beschäftigen müsse und was daran so wichtig sei. „Bei modernen Informationskriegen werden oft historische Erinnerungen ins Visier genommen. Ohne historische Politik können die belarussische Staatlichkeit und Identität nicht existieren. Dasselbe gilt für die belarussische Nation und den Staat“, zeigte sich der Parlamentarier überzeugt. Geschichtsfälschungen sei auch in Europa das Problem. In einigen Staaten würden Geschichtsleugner zu Geldstrafen verurteilt. Die Wissenschaft widme diesem Thema ganze Bände. Viele Forschungsinstitute setzten sich mit der Geschichte und ihren Fälschungen auseinander. „Belarus braucht einen ähnlichen Ansatz. Unsere Historiker könnten einen nationalen Kongress einberufen, um eine eindeutige, widerspruchsfreie und begrifflich nachvollziehbare Position in Bezug auf die historische Vergangenheit herauszuarbeiten“, so Marsaljuk.

„Im Internet gibt es heutzutage sehr viele „unabhängige Experten“, die aus Henkern des belarussischen Volkes Helden machen und schändliche Fakten weißwaschen wollen. Und ganz im Gegenteil, Menschen, die ihr Leben für das Land geopfert haben, stellen sie als Verräter dar. Dem müssen wir entgegenwirken, wenn wir über die Aufrechterhaltung und Wahrung traditioneller Werte sprechen“, fasste der Abgeordnete zusammen.

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