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02 März 2021, 13:30
Nikolai Schtschokin

Wer Westen um Sanktionen gegen Belarus bettelt, gehört zur Fünften Kolonne

Nikolai Schtschokin
Nikolai Schtschokin
Dozent am Institut für Philosophie und Sozialwissenschaften, BGU

MINSK, 2. März (BelTA) – Nur Verräter und Feinde werden unter dem Deckmantel der Demokratie darum betteln, die Sanktionen gegen das Heimatland und gegen das eigene Volk einzuführen. Diese Meinung äußerte Nikolai Schtschokin, Leiter der Abteilung für Soziologie der öffentlichen Verwaltung des Instituts für Soziologie bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften, im Interview mit BelTA.

„Globale Herausforderungen steigen in geometrischer Progression. Terrorismus, Informationskriege, politische Erpressung, Sanktionen gehören heute zum Alltag. Die westliche Politik steht unter dem Einfluss der USA und ist geprägt durch die Umgruppierung der politischen Eliten und führenden Staaten. Die alten Aufgaben werden neu formuliert, aber im Grunde genommen handelt es sich um eine „Neukolonisierung“ nicht-westlicher Staaten. In naher Zukunft werden wir nicht nur Zeugen einer gezielten Chaotisierung von Weltprozessen, sondern vor allem eines harten Szenarios der Neuverteilung von Einflusssphären. Die westliche Ideologie zwingt der slawischen Gemeinschaft das Konzept der neuen Welt ohne Verpflichtung und Verantwortung auf“, sagte der Analytiker.

Auf Belarus werde heute ein präzedenzloser Druck ausgeübt, so der Experte. „Wer unter dem Deckmantel der Demokratie zu Sanktionen gegen das eigene Land aufruft, wer Schließung von Betrieben und Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten, Vernichtung der Dienstleistungsbranche und der Verkehrsinfrastruktur, Nichtauszahlung von Löhnen und Renten fordert, ist Verräter und Feind. Wollen wir ehrlich sein: Man will unser Land in Schulden und Armut treiben, man will es um einen Spottpreis kaufen. Leider haben manche Politiker keine richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen“, sagte Schtschokin.

Der Wissenschaftler ruft die ins Ausland Geflohenen auf, sich eines Besseren zu besinnen. Sie sollten es lernen, sein eigenes Land zu lieben und dem Volk hingebungsvoll zu dienen. „Nicht jeder hat es im Blut, Gefahren zu erkennen und sein Leben zu riskieren, um die Heimat zu verteidigen.“

Nikolai Schtschokin stellte viele Fragen: Welche Freiheit oder welche Veränderungen will die Opposition? Hat jemand den Preis dieser Veränderungen berechnet?

„Man kann die Staatsführung und ihre Entscheidungen kritisieren. Aber es ist an der Zeit, echte Programme vorzuschlagen und selbst Verantwortung zu übernehmen, was bedeutet, Familie und Freunde nicht zu gefährden. Diejenigen, die in unserem Land auf den Knien stehend den Westen um Sanktionen betteln, sind keine Opposition mehr, sondern die Fünfte Kolonne. Deshalb ist es notwendig, den Gegeneliten Einhalt zu gebieten, weil sie es anscheinend darauf abgezielt haben, die historische Erinnerung, christliche Traditionen und die nationalen Bestrebungen des Landes zu zerstören. Die Zerstörung von Staat, Familie und Religion ist eine neue Tendenz zur Entmenschlichung der Völker. Es gibt eine Menge Fragen an die belarussische Diaspora. Ich denke, es ist an der Zeit, dass sie eine klare Position zur Schaffung des Sicherheitsgürtels des Mutterlandes formuliert“, sagte der Wissenschaftler. „Das belarussische Volk hat seine Staatlichkeit Stück für Stück aufgebaut. Dank dem Präsidenten des Landes konnte die Staatsmacht die Menschen vor einem Bürgerkrieg und vor Verwüstungen schützen. Die Staatsmacht hat ihre Handlungsfähigkeit, ihre Ehrlichkeit und Treue zu den Werten und Idealen unseres Landes unter Beweis gestellt. Die 6. Allbelarussische Volksversammlung hat die Legitimität aller vom Präsidenten getroffenen Entscheidungen zum Schutz der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes bestätigt.“

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