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AKW-Bau in Belarus: Außenministerium wirft Litauen Lügen vor

Politik 04.05.2019 | 17:21

MINSK, 4. Mai (BelTA) – Das belarussische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten wirft Litauen vor, haltlose und falsche Aussagen zum Bau des belarussischen Atomkraftwerks zu verbreiten. Das sagte Leiter der Abteilung für Information und Digitale Diplomatie, Pressesprecher des Ministeriums Anatoli Glas vor Journalisten.

„Leider müssen wir erneut feststellen, dass unsere litauischen Partner haltlose und offensichtlich lügenhafte Aussagen in Bezug auf den Bau und die Sicherheit des belarussischen Atomkraftwerks machen“, sagte Glas. Mit diesem Statement kommentierte er den litauischen Aufruf an die Europäische Kommission, einen Aktionsplan zum AKW-Bau in Belarus zu erarbeiten.

Anatoli Glas erinnerte daran, dass Belarus in Fragen der Kernenergie immer eine enge internationale Kooperation anstrebte, fachliche Gutachten holte und die besten Erfahrungen nutzte, indem es mit renommierten Institutionen wie die Internationale Atomenergieorganisation zusammenarbeitete.

„Die Europäische Kommission bleibt unser Hauptpartner im Bereich der AKW-Sicherheit und berät uns technisch und methodisch“, stellte der Behördensprecher fest. „Belarus hat seine Position mehrmals zum Ausdruck gebracht und bleibt nach wie vor der Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Kernenergie treu. Die durchgeführten AKW-Stresstests sind ein krasses Zeugnis dieser Politik.“

Nach Angaben des Diplomaten hätten auch litauische Experten an der partnerschaftlichen Überprüfung der Ergebnisse der AKW-Stresstests teilgenommen und würden sehr gut wissen, dass die europäischen Regulierungsbehörden keine Sicherheitsmängel entdeckt hätten. Nach der Kontrolle seien einige Empfehlungen zur Sicherheit der Anlage erteilt worden, was im Grunde genommen ein kontinuierlicher Prozess beim Betreiben einer Atomanlage sei.

Aufgrund der Empfehlungen der IAEA und anderer Prüfer wurde ein entsprechender Maßnahmenplan zur AKW-Sicherheit entwickelt, dieser Plan wird bereits umgesetzt. „Die Vorbereitung dieses Plans nahm so viel Zeit in Anspruch, wie das europaweit bei solchen Projekten üblich ist. Fast 9 Monate. Aber im Unterschied zu Litauen haben wir nichts zu verbergen. Wir werden den nationalen Maßnahmenplan in der nächsten Zeit veröffentlichen“, hieß es aus dem Ministerium.

„Litauen, das sich auf diese Art und Weise um die Sicherheit der gesamten Europäischen Union kümmert, hat ganz andere Ziele im Auge, und zwar von den bekannten Problemen rund um die Stilllegung des Atomkraftwerks Ignalina und vom Bau eines Endlagers nicht weit von Belarus abzulenken“, hieß es aus dem Ministerium. „Wie sonst kann man die Ablehnung des belarussischen Antrags rechtfertigen, ein Monitoring über die Kernobjekte auf dem Territorium der beiden Staaten durchzuführen?“, fragte Glas.

Die litauische Staatsführung nehme jede auch noch so kleine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema „AKW-Bau in Belarus“ als Verrat wahr, glaubt Glas. Aus allen offiziellen bilateralen Dokumenten werde jede Erwähnung des Wortes „Zusammenarbeit“ gestrichen.

„Belarus bleibt immer jedem Dialog und jeder konstruktiven Zusammenarbeit mit allen internationalen Partnern in Fragen AKW-Sicherheit offen“, betonte Anatoli Glas.

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