MINSK, 18. April (BelTA) - Sergej Alejnik, der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Internationale Angelegenheiten und Nationale Sicherheit des Rates der Republik der Nationalversammlung, hatte in Istanbul ein Treffen mit Tulia Ackson, der Vorsitzenden der Interparlamentarischen Union (IPU).
Bei dem Treffen erörterten die Parteien Themen der Tagesordnung der 152. IPU-Versammlung und tauschten sich über die globale und regionale Lage, einschließlich des Konflikts im Nahen Osten, aus.
Sergej Alejnik betonte, dass Belarus die laufenden politischen und diplomatischen Bemühungen unterstütze und auf eine rasche Entwicklung nachhaltiger friedlicher Lösungen hoffe.
Der belarussische Parlamentarier wies darauf hin, dass enorme Ressourcen für die Militarisierung anstatt für die Bekämpfung von Armut, Hunger, Pandemien, den Folgen des Klimawandels und anderen aktuellen Herausforderungen aufgewendet würden.
Seiner Ansicht nach sollten die Parlamentarier unter diesen Umständen ihre Bemühungen um die Wahrung des Friedens, die Deeskalation der geopolitischen Lage und die Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung ohne Ausnahmen oder Einschränkungen verstärken.
Während des Treffens sprach Sergej Alejnik über die Tschernobyl-Katastrophe, deren 40. Jahrestag am 26. April begangen wird. Belarus, das am stärksten betroffene Land, erkennt die gravierenden Folgen menschengemachter Katastrophen an und fordert die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Situationen zu vermeiden, die eine Sicherheitsbedrohung für nukleare Anlagen darstellen, insbesondere in Konfliktgebieten.
Tulia Ackson betonte ihrerseits, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Tragödie von Tschernobyl zu bewahren und die internationalen Bemühungen zur Verhinderung ähnlicher Katastrophen in der Zukunft zu bündeln.
Das Treffen befasste sich außerdem mit Fragen der belarussisch-tansanischen Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Handel, Wirtschaft, Landwirtschaft, Bildung und Gesundheitswesen und skizzierte Schritte zur Intensivierung der interparlamentarischen Zusammenarbeit.
Im Anschluss an das Treffen erklärte Sergej Alejnik: „Die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit ist in der aktuellen geopolitischen Lage die wichtigste Aufgabe aller internationalen Institutionen, einschließlich der Interparlamentarischen Union. Belarus verfolgt konsequent eine friedensliebende Politik, setzt sich entschieden für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen ein und befürwortet die Schaffung einer neuen internationalen Sicherheitsarchitektur, die auf dem Prinzip ihrer Unteilbarkeit beruht.“
„Wir fördern heute aktiv die Idee einer Eurasischen Charta der Vielfalt und Multipolarität im 21. Jahrhundert und zählen dabei auf die Unterstützung des Parlaments“, schloss der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Internationale Angelegenheiten und Nationale Sicherheit.
