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19 März 2026, 16:50

Außenministerium: Das Verhalten westlicher Länder gleicht einer Selbstisolierung 

BREST, 19. März (BelTA) – Das Verhalten westlicher Länder gleicht einer Selbstisolierung. Diese Meinung äußerte Außenminister Maxim Ryschenkow am 19. März beim Besuch der Grenzübergänge "Brest" und "Koslowitschi" an der belarussisch-polnischen Grenze.

Belarus sei zu einem substanzielleren Dialog mit den westlichen Nachbarn bereit, so Ryschenkow. „Bisher sehen wir von ihrer Seite nur die Bereitschaft, einen technischen Dialog auf der Ebene der Grenzbeauftragten zu entwickeln, um einzelne Fragen zu lösen. Aber Sie verstehen ja, dass eine Rückkehr zu einem normalen Grenzbetrieb wie er vor der Pandemie war und die Eröffnung der Grenzübergänge ernsthaftere Konsultationen auf einer höheren Ebene erfordern. Wir sind dazu bereit und rufen die polnische Seite dazu auf. Alles liegt an ihnen“, sagte Maxim Ryschenkow.
Dem Westen laufe jedoch die Zeit davon, so der Außenminister. „Denn jeder verspielte Tag bringt Belarus dem eurasischen Vektor näher“, sagte der Außenminister und führte ein Beispiel an. „Früher reisten viele Belarussen zum Shoppen und in den Urlaub nach Westeuropa. Jetzt sieht die Situation anders aus. Unsere Nachbarn haben an der Grenze verschiedene Beschränkungen eingeführt. Man muss auf Überraschungen jeder Art gefasst sein – sie können die Grenze ganz oder für einen halben Tag schließen. Die Menschen verlieren viel Zeit, können nicht rechtzeitig zu Flughäfen oder reservierten Hotels gelangen. Es findet eine sehr große Umorientierung sowohl der Personenströme als auch der Güterströme statt. Wir sind gezwungen, andere Korridore zu suchen.“ 

Der Minister betonte, dass der kürzeste und beste Weg von Ost nach West und zurück durch Belarus führe. "Eigentlich ist der europäische Vektor unser gemeinsamer. Und was passiert heute? Einem Bewohner von Brest fällt es leichter, in ein Charterflugzeug einzusteigen und irgendwohin in den Osten zu fliegen, als an der Westgrenze zu warten. Es gibt zwar keine großen Staus, aber es ist auch kein großer Wunsch zu beobachten, mit solchen Zielen in den Westen zu reisen“, bemerkte der belarussische Außenminister.
Seiner Ansicht nach gleicht das Verhalten der westlichen Länder einer Selbstisolierung. "Indem sie sich abschotten, schotten sie sich von allem ab, was hinter uns liegt – bis nach China, Vietnam, Indien, Zentralasien. Sie verhängen Sanktionen gegen Belarus, aber wir werden hier auch ohne sie überleben können. Für sie jedoch, angesichts der geopolitischen Lage, wird es sehr schwer sein, ihre Sicherheit, Verkehrswege, Lieferketten und alles andere zu gewährleisten“, resümierte Maxim Ryschenkow. 
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