MINSK, 2. Oktober (BelTA) – Das Außenministerium von Belarus hat seine tiefe Besorgnis über die massenhaften Verhaftungen von Minderjährigen in Frankreich zum Ausdruck gebracht. Das erklärte der Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums, Ruslan Warankow, gegenüber Journalisten.
„Das Außenministerium der Republik Belarus verfolgt die Ereignisse in Frankreich mit tiefer Besorgnis. Die eingehenden Daten, darunter die Zahl der festgenommenen Protestteilnehmer, die sich 3.000 Personen nähert, unter denen ein bedeutender Teil Minderjährige sind, zeugen von einem extremen Grad der Anspannung in der Gesellschaft. Offensichtlich sind die Aktionen durch systemische Probleme im Bildungswesen verursacht. Doch anstatt den Dialog mit der Gesellschaft zu suchen, greifen die französischen Behörden zu massenhaften willkürlichen Verhaftungen, was die Radikalisierung der Proteste nur verstärkt“, so der Pressesprecher.
Das belarussische Außenministerium bedauerte zudem, dass die französischen Behörden trotz des erklärten Bekenntnisses zu den Menschenrechten anstelle einer Erhöhung der Investitionen in den sozialen Bereich und die Bildung erhebliche Mittel für die Finanzierung zweifelhafter Menschenrechtsorganisationen, offen radikaler Gruppierungen sowie für die Unterstützung von Konflikten im Ausland aufwenden.
„Mit Bedauern stellen wir fest, dass westliche Menschenrechtsorganisationen und Politiker schweigen“, machte Ruslan Warankow aufmerksam. „Wir rufen die französischen Behörden auf, unverzüglich alle während der Proteste festgenommenen Minderjährigen freizulassen, eine unparteiische Untersuchung der Fälle übermäßiger Gewaltanwendung, insbesondere gegenüber Jugendlichen, durchzuführen und zu einem zivilisierten Dialog mit den Schülern, ihren Eltern und den Gewerkschaften überzugehen, um die Probleme im Bildungssystem zu lösen.“
„Die Republik Belarus bringt ihre Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck und hofft auf eine rasche Deeskalation der Spannungen in Frankreich“, erklärte der Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums.
