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Belarus ruft USA und Russland auf, hohe Verantwortung für Schicksal der Welt erneut zu übernehmen

Politik 04.02.2019 | 19:31
Archivfoto
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MINSK, 4. Februar (BelTA) – Die derzeitige Situation rund um den INF-Vertrag ist mit der Gefahr einer Eskalation des Konfliktpotenzials und einer neuen Runde von Wettrüsten verbunden, die schwerwiegende langfristige Folgen für den europäischen Kontinent haben werden. Das steht in der Antwort des Vizeleiters der Verwaltung für Information und Digitaldiplomatie des Außenministeriums von Belarus, Andrej Schupljak, auf die Frage der Vertreter der Massenmedien darüber, wie sich Belarus zum Beschluss der USA über der Rückzug aus dem Abrüstungsvertrag INF verhält, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

„Es ist heute wichtiger denn je, auf beiden Seiten des Atlantiks alle Anstrengungen zu unternehmen, um vertrauensbildende Maßnahmen zu erneuern und zu verstärken, um die Platzierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen in der europäischen Region zu verhindern. Belarus ruft die USA und Russland auf, eine hohe Verantwortung für das Schicksal der Welt erneut zu übernehmen, wie es die UdSSR und die USA vor 30 Jahren machten, um der destabilisierenden Wirkung dieser Waffenart auf die Sicherheit in der eurasischen Region vorzubeugen“, sagte der Vertreter des Außenministeriums.

Ihm zufolge habe Belarus am 2. Februar eine offizielle Mitteilung von den USA über den Rückzug aus dem INF-Vertrag in sechs Monaten erhalten. „Es ist bekannt, dass der INF-Vertrag nukleare Abrüstungsprozesse eingeleitet hat. Sein Abschluss leistete einen unschätzbaren Beitrag zum Abbau globaler Spannungen, zur Wiederherstellung des Vertrauens auf der internationalen Bühne und zur Stärkung der internationalen Sicherheit und der strategischen Stabilität. Der Rückzug aus dem Vertrag kann zum Zusammenbruch des Systems der internationalen Abkommen im Bereich internationale Sicherheit, Abrüstung und Rüstungskontrolle führen“, sagte Andrej Schupljak.

Er bemerkte, Belarus als verantwortliche Partei dieses Abkommens sorge sich um die Zukunft dieses Vertrags. „Wir sind davon überzeugt, dass es im Rahmen eines professionellen und gegenseitig respektvollen Dialogs zwischen den betroffenen Seiten, vor allem im Rahmen der durch den INF-Vertrag vorgesehenen Mechanismen, notwendig sein kann, das Abkommen zu erhalten“, erklärte der Vertreter des belarussischen Außenministeriums.

Wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtete teilte am 2. Januar Washington Moskau offiziell über die Aussetzung seiner Teilnahme am Vertrag über die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit kürzerer und mittlerer Reichweite und den Beginn des Verfahrens zum Rückzug aus diesem Vertrag mit. US-Präsident Donald Trump und US-Außenminister Michael Pompeo kündigten an, dass Washington seine Verpflichtungen im Rahmen des INF-Vertrags ab 2. Februar aussetzen und in sechs Monate aus dem Vertrag austreten wird, es sei denn, dass Russland Maßnahmen ergreift, um zur Umsetzung seiner Bestimmungen zurückzukehren. Die USA haben Russland erstmals beschuldigt, bereits im Juli 2014 gegen den INF-Vertrag verstoßen zu haben. Dann wiederholte Washington mehrmals diese Schlussfolgerung, mit der Moskau seine kategorische Ablehnung zum Ausdruck brachte. Russland erhebt Gegenklagen gegen die Vereinigten Staaten, die mit der Erfüllung des INF-Vertrags verbunden sind.

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