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22 Januar 2026, 18:57

Belarus setzt Trumps Initiative für den Friedensrat auf die Tagesordnung der OSZE-Ratssitzung 

MINSK, 22. Januar (BelTA) - Belarus hat die Initiative von Donald Trump für die Gründung des Friedensrats auf die Tagesordnung der Sitzung des Ständigen OSZE-Rates gesetzt, teilte das Außenministerium mit. Eine entsprechende Erklärung machte der Ständige Vertreter der Republik Belarus bei der OSZE Andrej Dapkjunas.  

Er erzählte, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko unter den ersten Staatschefs war, die auf die Gründung des Friedensrates durch den US-Präsidenten Donald Trump reagiert haben. Das belarussische Staatsoberhaupt unterzeichnete ein Dokument über den Beitritt der Republik Belarus zum Friedensrat und über die Erfüllung der Friedensrat-Charta.

„In Belarus legt man viel wert darauf, dass die USA Belarus objektiv als einen Staat betrachten, der bereit ist, die edle Verantwortung für den Aufbau eines dauerhaften Friedens zu übernehmen und mit gutem Beispiel voranzukommen, in eine sichere und wohlhabende Zukunft für kommende Generationen zu investieren. Der Vorschlag des belarussischen Präsidenten, Gründungsmitglied des Friedensrats zu werden, unterstreicht seine persönliche Rolle bei der konsequenten Wahrung eines gleichberechtigten Dialogs mit den Staaten, die andere Entwicklungsmodelle und Wertesysteme haben. Belarus erkennt die Notwendigkeit, eine gerechte, unteilbare und nachhaltige internationale Sicherheitsarchitektur zu bilden“, heißt es in der Erklärung.

Darin wurde auch darauf hingewiesen, dass der Friedensrat berufen ist, die Logik des Gesprächs und nicht des Diktats zu institutionalisieren. Trumps Initiative entspricht den Bestrebungen der Völker, die müde sind von der Konfrontation, von Sanktionen, Druck und Block-Konfrontation. 

Belarus hält es auch für wichtig, dass das erklärte Ziel des Friedensrats nicht nur darin besteht, einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu sichern, sondern auch ein neues Paradigma zur Beilegung globaler Konflikte zu schaffen. „Bei der Entscheidung über den Beitritt am Friedensrat blickt Belarus deshalb in die Zukunft und hofft, dass diese Organisation ihren Rahmen und ihre Befugnisse weit über das  vorgeschlagene Mandat hinaus erweitern wird“, heißt es in der Erklärung.

Nach Ansicht von Dapkjunas werde Belarus an den globalen Prozessen zur Beilegung internationaler Konflikte teilnehmen, was letztlich zu einem raschen Aufbau einer neuen Sicherheitsarchitektur beitragen werde, die in den letzten Jahren von Belarus aktiv gefördert worden sei.

„Die Entscheidung der Republik Belarus, diese Initiative zu unterstützen und dem Friedensrat beizutreten, verankert den Kurs des belarussischen Staates auf Dialog, Deeskalation und Suche nach politisch-diplomatischen Lösungen. Sicherheit kann nicht selektiv sein, und Frieden ist kein Privileg einzelner Staaten. Der Frieden gehört entweder allen oder es wird überhaupt keinen Frieden geben“, sagte der belarussische Diplomat.

Belarus ist gleichzeitig der Auffassung, dass der Friedensrat keine Alternative zu den bestehenden internationalen Strukturen ist.

In der Erklärung heißt es, dass die OSZE, die als Plattform für Dialog und Konsens geschaffen wurde, heute in einer tiefen Krise ist. "Die Initiative von Präsident Trump ist ein wertvoller Ratschlag für die OSZE. Will die Organisation weiter funktionieren, sollen ihre Mitgliedsstaaten den Abgrund des Missverständnisses und der Feindschaft überwinden und verantwortungsbewusst einen gleichberechtigten und respektvollen Dialog beginnen. Sonst wird die Organisation endgültig der Vergangenheit angehören“, fügte der Vertreter von Belarus hinzu.

„Die Initiative zur Gründung des Friedensrats ist ein Versuch, Vertrauen in die internationalen Beziehungen wieder zu gewinnen, Respekt und Verhandlungsfähigkeit wieder herzustellen“, heißt es in der Erklärung.
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