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Belarus und Venezuela arbeiten trotz Schaden wegen Sanktionen weiterhin zusammen

Politik 15.07.2019 | 11:21
Oleg Paferow
Oleg Paferow

MINSK, 15. Juli (BelTA) – Belarus und Venezuela setzen ihre Zusammenarbeit fort, obwohl sich ihr Tempo aufgrund der schwierigen innenpolitischen Situation in Venezuela und der anschließenden Sanktionen verlangsamt hat. Das sagte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter von Belarus in Venezuela Oleg Paferow heute während des jährlichen Seminars in Minsk für Leiter der diplomatischen Vertretungen und Konsularbüros im Ausland.

Nach Angaben des Botschafters wurde die Umsetzung vieler Projekte in Venezuela vorübergehend ausgesetzt. Dies gilt beispielsweise für ein Joint Venture zur Montage von Autos und Traktoren. „Es werden nur ein Paar pro Tag montiert, nur um den gesamten Produktionsprozess nicht zu stoppen“, sagte Oleg Paferow.

Das Gemeinschaftsprojekt im Wohnungsbau wird fortgesetzt, aber leider in einem langsameren Tempo als erwünscht. Das Gleiche gilt für die Ölförderprojekte - das Produktionsvolumen sank von 3 Millionen Barrel pro Tag auf 500 Tausend Barrel pro Tag.

Gleichzeitig schlugen die venezolanischen Partner vor, die Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft zu verstärken. Sie wollen Belarus ein Grundstück zur Pacht übergeben, wo eine Agrarstadt entstehen soll und wo belarussische Agrarier landwirtschaftliche Produkte anbauen und verkaufen können, um den Bedarf der einheimischen Bevölkerung an Agrarprodukten zu decken. Gleichzeitig sind die Behörden des Landes bereit, auf die bisherige Quote der belarussischen Spezialisten von 20 Prozent aufzugeben.

Nach Ansicht des Leiters der diplomatischen Mission wird die Stärkung der Zusammenarbeit nach der Stabilisierung der politischen Situation in Venezuela und der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen möglich sein. „Dann könnte man in Venezuela Investitionen tätigen. Ohne Investitionen, insbesondere im Ölsektor, ist es unmöglich, die Produktion zu steigern“, betonte er. „Tatsächlich gibt es einen Wirtschaftskrieg. Unsere Zusammenarbeit wurde durch die innenpolitische Situation und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen etwas beeinträchtigt.“

Oleg Paferow erinnerte daran, dass Belarus immer die legitime Macht in Venezuela in Person von Präsident Nicolas Maduro unterstützt und sich gegen eine Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten des Staates ausgesprochen habe. Ihm zufolge unterstütze die Mehrheit der venezolanischen Bevölkerung ihren Präsidenten, und die Versuche der Opposition, die Macht zu übernehmen, seien erfolglos. Obwohl die Situation im Land nach wie vor schwierig ist, insbesondere im Hinblick auf den Lebensstandard. Daher ist es notwendig, den Verhandlungsprozess fortzusetzen, damit die Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela so bald wie möglich fallen.

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